Hydrophobierung / Versiegelung von Mauerwerk
Ziegelmauerwerk benötigt keinen Wetterschutz - es ist der Wetterschutz.!
Mauerwerk zum Zweck der Abdichtung zu hydrophobieren ist daher unsinnig: Gutes, rissfreies Mauerwerk hat eine solche Maßnahme nicht nötig, und bei gerissenem Mauerwerk oder konstruktiven Mängeln ist eine solche Maßnahme wirkungslos. Darüber hinaus bleibt die Beschichtung nicht dauerhaft funktionsfähig, da die Silikonharze von der UV-Strahlung relativ schnell abgebaut werden.
Klinkerfassade darf nass werden!
Dabei ist Sichtmauerwerk keinesfalls wasserdicht. Das ist jedoch normal und bei einer korrekt ausgeführten zweischaligen Konstruktion völlig unproblematisch, da das Wasser auf der Rückseite der Klinkerfassade über die einzubauenden Z- bzw. L-Folien kontrolliert am Fußpunkt oder oberhalb von Türen und Fenstern wieder abgeleitet wird.
Das Wasser dringt ohnehin nicht durch den Ziegel ein, sondern durch den Fugenmörtel bzw. den haarfeinen Spalt, der sich zwischen Fugenmörtel und Ziegel bilden kann und von der aufgetragenen Beschichtung nicht verschlossen wird. Dringt dort trotz der Hydrophobierung also Wasser in das Mauerwerk ein, kann die "gefangene" Feuchtigkeit dann bei Frost im schlimmsten Fall die Fugen oder Steinoberflächen absprengen.
Ziegel sind wasserdicht
Die Hydrophobierung, die andere Hersteller 'ab Werk' bei ihren Produkten durchführen müssen, hat ausdrücklich lediglich den Zweck, Ausblühungen von Salzen auf dem Ziegel zu verhindern ("Ausblühschutz"), geschieht aber nicht, um den Ziegel wasserundurchlässig zu machen. Ziegel selbst sind - wie uns die sehr viel dünneren Dachziegel beweisen - wasserundurchlässig!
Weiße Kalksandsteinverblender sind keine Ziegel und werden hydrophobiert, da sie ohne diese Maßnahme enorm viel Wasser und damit Schmutz aufnehmen würden.



