![]() Ziegelarchitektur setzt deutliche Akzentei im Stadtbild von Amsterdam |
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Architekten: Finta és Társai Építész Stúdió/Finta & Co., Budapest Fotos: Janos Szentivani, Pilisszentiván, Ungarn |
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Es ist eines der größten Bauvorhaben Ungarns. In seiner riesigen Dimension von rund 190.000 m2 bebauter Fläche, von der kurzen Zeit von der Planung bis zur Realisierung und von seiner städteplanerischen Bedeutung für die Stadt Budapest. Nicht die Größe hat die Architekten gereizt, sondern die urbanistischen Auswirkungen des Projektes. Noch Anfang des 19. Jahrhunderts gehörte das Gelände, auf dem das neue West End City Center steht, zu den Randgebieten Budapests. Heute zählt das dreieckige Grundstück durch die dynamische Expansion der ungarischen Hauptstadt zum Innenstadt-Bereich. An der einen Seite grenzt es an die Bahngleise des Westbahnhofes, auf der anderen Seite an die Vaci Straße, die wichtigste Verkehrsader der Pester Seite. Diese Lage spielt eine wichtige Rolle, denn der Komplex muss „Brücken schlagen“ zwischen den durch die Gleise getrennten Stadtteilen. Außerdem muss er in Achsenrichtung den verkehrsreichen Großring mit dem parkartigen Stadtwäldchen verbinden. Konzeptionell soll das Gebäude quasi selbst die Funktion einer „Straße“ erfüllen. Von außen als organischer Teil der Vaci Straße, innen als breite überdachte Fußgängerzone. 18.000 m2 angelegte Dachgärten und Promenaden gliedern das Gebäude und schaffen Anbindungen nach außen. 1.700 Parkplätze sind entstanden, davon die Hälfte über dem Bahntunnel. Bei der Planung des riesigen Einkaufkomplexes, der aus den drei Bereichen Einkaufszentrum, Hotel und Bürogebäude besteht, haben sich die Architekten nicht an amerikanischen Vorbildern orientiert. Schließlich gab es schon Anfang 1900 in Budapest eine Einkaufspassage, den „Pariser Hof“. Aber es sollte ein europäisches Gebäude werden, vorbildlich in seiner komplexen Funktion ins Stadtbild passend und in seiner Materialverwendung auf höchstem Niveau. |
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Die Ziegelarchitektur des West End City Centers in Budapest mit seinen Einkaufszentren, Promenaden und Dachgärten, Büro- und Hotelgebäuden ist mit vielen internationalen Preisen ausgezeichnet worden. |
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Die Umgebung des West End City Centers wird vom wunderschönen Bahnhofsgebäude mit seiner markanten Eisen-, Glas- und Ziegelfassade, das von Eiffel gebaut wurde, geprägt und vom gegenüberliegenden alten Zollhaus, das zum Teil ebenfalls aus einer Ziegelfassade besteht. Dadurch war die Wahl einer Klinkerfassade auch für das neue Zentrum eine logische Konsequenz, die sich auch mit den Vorstellungen der Genehmigungsbehörde und dem Hauptarchitekten der Stadt deckte. Der Gebäudekomplex ist in seinem Design, seinen Strukturen, dem Raumerlebnis und der Fassadengestaltung ganz bewusst auf die heutige Zeit ausgerichtet. Es wurden die modernsten Bauund Konstruktionstechniken und Materialien angewendet, aber so, dass die „Bahn-Vergangenheit“ des Gebietes, die Eiffel-Halle des Westbahnhofs, nicht vergessen wird. Auch deshalb wurde das Material Ziegel verwendet. Mit den Ziegeln hatte der Architekt auch die Möglichkeit, die verschiedenen Funktionen des Gebäudes durch feine Details optisch zu trennen. So wurde zum Beispiel die Fassade des Hotels mit einfarbigen Röben Klinkern WESTERWALD rot eingerichtet, während für die Fassaden des Bürogebäudes und des Einkaufzentrums das lebendigere Farbspiel des WESTERWALD bunt gewählt wurde. Als besonderes Gestaltungselement, das auf die Ziegelbauten des Jugendstils und des Art-Deco der Monarchie zurückgreift, wurden die Fassaden durch blaubraune Ziegeleinlagen aus dem Röben Werk Neumarkt unterbrochen. Sie sind wenige Zentimeter in die Fassade eingelassen und lockern sie so optisch auf. Insgesamt haben die Außenfassaden eine Fläche von 20.000 m2. Aber auch im Innenbereich setzen sich die Klinker fort. Hier haben die Inhaber der Geschäfte und Boutiquen völlig unabhängig von den Architekten und Investoren das warme Bild der Außenfassade aufgegriffen und für die Gestaltung ihrer Geschäfte genutzt. Dass die Konzeption der Architekten aufgegangen ist, zeigt nicht nur der geschäftliche Erfolg des Zentrums, das von den Bürgern Budapests sehr gut angenommen wird. Auch Fachleute loben dessen Gestaltung und Urbanität. So erhielt es jeweils den ersten Preis sowohl der Landesals auch der internationalen Ausschreibung des Niveaupreises für Immobilienentwicklung der FIABCI. Das West End Hilton errang den ersten Platz für „Best Architectural Design“ der „Hotelspec“. Architekten und Investoren haben das warme Bild der Außenfassade aufgegriffen und für die Gestaltung ihrer Geschäfte genutzt. |
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