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Zwei weitere neue Privatwohnungen befinden sich im ehemaligen Wirtschaftsgebäude (Westflügel) und im ehemaligen Gesindehaus (Ostflügel). Die übrigen Gebäude der Klosteranlage wurden erst zum Teil saniert, insgesamt soll das Projekt aber bis zum Jahr 2003 abgeschlossen sein.
Neben der Neuverputzung sämtlicher Innenwände und Mauern sowie dem Einsetzen neuer Türen und Fenster stand bei den umfangreichen und in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege erfolgten Sanierungsmaßnahmen vor allem die Neueindeckung sämtlicher Dächer mit einer Fläche von insgesamt 2.100 m2 im Mittelpunkt. Die Verwendung eines schwarzen Tondachziegels, der von seiner Optik her die Anmutung der ehemals verwendeten Schüttel- und Hohlpfannen aufgreift, stand dabei aus Gründen des Denkmalschutzes von Anfang an fest. Architekt Amandus Pesch wählte schließlich den Röben Hohlfalzziegel LIMBURGplus, schwarz-matt glasiert, der durch seine ausgewogene Form perfekt mit der historischen Bausubstanz harmoniert. Die historisch überlieferten und etwas kleineren Schüttel- und Hohlpfannen werden zwar auch heute noch hergestellt, durch die extrem kleinen Produktionsmengen sind sie aber entsprechend teuer. „Bei einem Projekt dieser Größenordnung wäre ein solcher Luxus daher überhaupt nicht zu bezahlen gewesen“, begründet Amandus Pesch die gemeinsam mit dem Denkmalschutz und dem Bauherrn getroffene Entscheidung zur Abweichung vom Original. Der großformatige Röben Hohlfalzziegel LIMBURGplus stellte dagegen einen überzeugenden Kompromiss zwischen Denkmalschutz und Wirtschaftlichkeit dar: „Durch seine Größe konnten wir das Projekt mit einem Stückbedarf von lediglich 12 Ziegeln je m2 Dachfläche realisieren.“ Auch in puncto Materialqualität und Wirtschaftlichkeit entsprechen die Röben Tondachziegel höchsten Ansprüchen – oft vergehen mehr als 50 Jahre, bis die Bewohner das erste Mal über Reparatur oder Wartung nachdenken müssen. Meist sind die Schäden dann durch den Austausch einzelner Ziegel zu beheben. Daneben steht die absolute Resistenz gegen Umwelteinflüsse wie UV-Strahlung, „Sauren Regen“, Autoabgase oder ätzenden Vogelkot – „alles in allem ein Dach für die Ewigkeit“, wie Amandus Pesch zufrieden feststellt.
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