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Architekten: Planungsgruppe Hauptvogl · Roggenland · Hönke, Münster |
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Pferdezüchtern in aller Welt ist es ein Begriff, das Oldenburger Pferdezentrum Vechta. Die Namen von vierbeinigen Welt- und Europameistern und Olympiasiegern wie Lady Weingard, Gracioso und Weihaiwej sind eng mit dem Auktions- und Absatzzentrum am Vechtaer Reiterwaldstadion verbunden, denn ihr Weg an die Weltspitze führte sie über die Stadt südlich von Oldenburg. Oldenburger Pferde gehören im internationalen Sport mit zu den erfolgreichsten. 6500 Mitglieder sind im Verband der Züchter des Oldenburger Pferdes e. V. organisiert, 9 200 Stuten sind eingetragen, 4 500 Fohlen gibt es im Jahr, 250 aktive Zuchthengste sorgen für qualifizierten Nachwuchs. Es gibt also viel zu tun, um einen reibungslosen und erfolgreichen Betrieb zu gewährleisten. Hier im Pferdezentrum werden die Pferde registriert, Stuten, Fohlen und Hengste begutachtet und entschieden, welche der Tiere das Oldenburger Zuchtgebiet auf überregionalen Veranstaltungen vertreten. Das erfordert auch optimale räumliche Verhältnisse. Deshalb hat der Zuchtverband 1995 eine bestehende Anlage mit Stallungen und einer Auktionshalle von der Vereinigung für Pferdeleistungswesen erworben. Für das gesamte Gelände wurde eine richtliniengerechte Planung erarbeitet, um eine optimale Funktionalität der einzelnen freistehenden Gebäude zueinander zu schaffen. Die Anzahl der Boxenplätze wurde verdoppelt und die Auktionshalle erheblich erweitert.
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Dreh- und Angelpunkt ist der Neubau des Verwaltungsgebäudes, der an die Kopfseite der bestehenden Auktionshalle angebaut wurde und sie über einen Tunnel mit der Abreithalle und den erweiterten Stallungen verbindet.
Wer hier einen eher landwirtschaftlich geprägten Zweckbau erwartet, wird angenehm überrascht. Denn genau in der Breite der Auktionshalle hat die Planungsgruppe Hauptvogl, Roggenland, Hönke aus Münster ein Gebäude in Form eines Halbkreissegmentes gesetzt, das von seiner Architektur auch einer Versicherung oder einer Bank zur Ehre gereichen würde. Unterbrochen durch große Glasflächen, die sich über zwei Geschosse ziehen, präsentiert sich ein moderner Klinkerbau, der sich harmonisch in den Gesamtkomplex einfügt. Zwischen den Fensterfronten gliedern mit Formsteinen ausgebildete Lisenen jeweils 1 1⁄2 Steine breit – die obere Fassade und teilen im Erdgeschoss den Eingangsbereich. Feingliedrige blaue Säulen aus Stahl stützen den überhängenden Teil des Flachdaches, von dem aus abends kräftige Strahler den Außenbereich erleuchten. Eine leuchtend rote Glas-/Stahlkonstruktion krönt den Eingang.
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Bei der Auswahl des Materials für die Fassade fiel die Wahl auf den Röben-Verblender GREETSIEL friesisch-rot NF, glatt, der im Zusammenspiel mit den blauen Säulen die Identifikation der Oldenburger Farben Blau-Rot auch in der Architektur aufnimmt.
Der Verband der Züchter des Oldenburger Pferdes, der Verein zur Absatzförderung (Auktionsbüro), der Springpferdezuchtverband Oldenburg-International und das Pferdestammbuch Weser-Ems sind hier jetzt unter einem Dach vereint. Die Büros der Mitarbeiter verjüngen sich tortenstückartig zur großen Auktionshalle.
Neben verschiedenen Leistungsprüfungen, Körungen und den monatlichen Verkaufstagen finden hier fünfmal im Jahr Auktionen statt. Dann wird auch das „Oldenburger Münsterland Bistro“ geöffnet und die großzügig gestaltete Empfangshalle füllt sich mit Pferdenarren aus aller Welt. Bis zu 3 000 Besucher bevölkern dann das Gelände, in der Hoffnung auf ein vierbeiniges „Schnäppchen“ mit Weltmeisterpotenzial.
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