![]() Kraftvolles Zeichen – Universitätsneubau in Magdeburg |
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| Architekten: Peter Kulka, Köln, Dresden | |||||||
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Statt angesichts des direkten Aufeinandertreffens zwischen Alt und Neu zum wiederholten Mal die Therapie der Blockrandschließung zu bemühen, setzte Peter Kulka bei seinem Entwurf ganz bewusst auf einen deutlichen Kontrast zu den beiden Gründerzeitbauten und konfrontierte die alten Stuckfassaden mit einem lebhaften Zusammenspiel aus gläserner Offenheit und dunklen, anthrazitfarbenen Klinkerfassaden. Der einzige Bezug zum Bestand ist die einheitliche Höhe der jeweils viergeschossigen Baukörper. Einen zusätzlichen Kontrast schaffen die Rot, Blau bzw. Gelb gestrichenen Stirnseiten der verschiedenen Volumen, die mit ihrer leuchtenden Farbigkeit ganz ausdrücklich eine leuchtend bunte Hommage an das Werk des Bauhaus-Architekten Bruno Tauts darstellen, der als Magdeburger Stadtbaurat zwischen 1921 und 1924 zum ersten Mal Farbe als preiswertes Gestaltungsmittel in den Siedlungsbau eingeführt hatte. |
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Durch seine vielbeachteten Entwürfe für den Sächsischen Landtag in Dresden, die Galerie für Zeitgenössische Kunst in Leipzig sowie die Magdeburger Fakultät für Wirtschaftswissenschaften zählt Peter Kulka seit Jahren zu den renommiertesten Architekten Deutschlands. Vor seiner Bürogründung war Kulka als Mitarbeiter von Hans Scharoun tätig. Inzwischen führt er Büros in Köln und Dresden. Sich selbst bezeichnet Kulka als „Enkel“ von Mies van der Rohe ein Einfluss, der auch beim Bau der Fakultät in Magdeburg seine deutlichen Spuren hinterlassen hat: Das klar und einfach gestaltete und rhythmisch intelligent gegliederte Zusammenspiel zwischen dem kraftvollen schwarzen Keramik-Klinker und den zum Teil paarweise übereinander gelagerten horizontalen Fensterbändern, in denen sich die Umgebung widerspiegelt, führt sinnfällig den Gedanken einer offenen Universität weiter, wie er Mies van der Rohe beim Bau seines berühmten Illinois Institutes in Chicago (1950–56) vorschwebte. Seine Fortsetzung findet der fließende Übergang zwischen innen und außen in den vollkommen verglasten Fassaden nach Süden und Westen, im offen gestalteten Eingangsbereich und im lichtdurchfluteten Atrium, von dem aus die einzelnen Gebäudeflügel der Fakultät erschlossen werden. |
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Nicht nur beim architektonischen Konzept, auch bei der Auswahl der verwendeten Materialien hat Peter Kulka konsequent auf Qualität gesetzt. Bei der Suche nach einem geeigneten Klinker für die langgestreckten Außenfassaden fiel die Wahl schließlich auf den Röben Keramik-Klinker FARO schwarznuanciert, glatt im Dünn-Format von 240x115x52mm. Durch ihren „sanften Glanz“ unterstützen die im Stapelverband gemauerten dunklen Klinker das lichtbewegte Spiel der Glasflächen und schaffen gleichzeitig einen deutlichen Kontrast zu den leuchtend bunten Stirnseiten vor dem Eingangsbereich. Bei so viel Dynamik verwundert es kaum, dass die Zahl der hier ein und aus gehenden Wirtschaftsstudenten von Semester zu Semester steil angestiegen ist – gelungene Architektur als eindeutiger Standortvorteil im innerdeutschen Wettbewerb um die Gunst der Studierenden! |
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| Bei der Auswahl der verwendeten Materialien hat der Architekt konsequent auf Qualität gesetzt: Röben Keramik-Klinker FARO schwarz-nuanciert |