Intelligent gestaffelt – Bürogebäude in Utrecht, Niederlande
 
   
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Architekten: Niels Torp, Oslo
   

Durch seine rasante Entwicklung wird das im Süden von Utrecht gelegene Büro- und Gewerbegebiet Papendorp inzwischen das „Silicon Valley“ der Niederlande genannt. Hierher hat nun auch der internationale IT-Dienstleister Atos Origin seinen Hauptsitz verlegt.

Um die Ansiedlung von Unternehmen der Kommunikations- und Informations-Technologie zu forcieren, bietet das Teilareal des größten niederländischen Neubaugebietes „Leidsche Rijn“ nicht nur eine hochwertige technische Infrastruktur mit modernster Glasfasertechnologie, sondern verfügt auch über eine optimale Verkehrsanbindung zum nahe gelegenen Autobahnkreuz. Zudem wurde hier vor wenigen Wochen die nach dem verstorbenen Ehegatten der niederländischen Königin benannte „Prinz Claus Brücke“ eingeweiht. Das nach Plänen des bekannten niederländischen Architekten Ben van Berkel errichtete Bauwerk verbindet Papendorp mit dem am gegenüberliegenden Ufer des Amsterdam-Rhein-Kanals gelegenen Stadtteil Kanaleneiland und gilt mit seinem hoch aufragenden Pylon bereits jetzt als neues Wahrzeichen des Gebietes.

Verbindendes Element der einzelnen Bürokomplexe ist das durchgehend realisierte Zusammenspiel von hellen Röben Keramik-Klinkern mit großflächigen, teilweise grünlich getönten Glasfassaden.

Das rund 50 ha große Papendorp setzt sich aus dem eher städtischen „De Taats“ und dem eher landschaftlich geprägten und als weiträumigem Campus strukturierten „De Cope“ zusammen. Schritt für Schritt entstehen hier mehrere großflächige Büroneubauten renommierter internationaler Unternehmen: Im Norden von De Cope trifft der Blick etwa auf den soeben nach Plänen von de Architecten Cie. aus Amsterdam fertiggestellten niederländischen Hauptsitz von Cap Gemini Ernst & Young.

Nur wenige hundert Meter weiter südwestlich, direkt hinter einem künstlich angelegten See, schließt sich der neue

niederländische Hauptsitz des internationalen IT-Dienstleisters Atos Origin an. Als Architekt des Neubaus zeichnet Niels Torp aus Oslo verantwortlich – bekannt vor allem durch seine Planung der Olympia-Eissporthalle in Lillehammer oder durch den Hauptsitz von British Airways in London-Heathrow.

Bei seinem Entwurf für Atos Origin entwickelte der renommierte norwegische Architekt ein offenes und einladendes Ensemble aus fünf freistehenden, unterschiedlich ausgebildeten Einzelvolumen, mit dem die bislang an fünf verschiedenen Standorten in der Region Utrecht verstreuten Filialen des Unternehmens unter einem Dach zusammengeführt werden. Atos Origin selbst belegt dabei nur zwei der Gebäude. Die drei übrigen Gebäude wurden inzwischen an andere Firmen vermietet.

Durch eine intelligente räumliche Staffelung der einzelnen Volumen und eine abwechslungsreiche Fassadengliederung ist es Niels Torp gelungen, das Ensemble trotz seiner Größe sensibel in den landschaftlich geprägten Kontext einzufügen. Verbindendes Element der mit flexiblen Raumeinheiten gestalteten und teilweise mit vorfabrizierten Elementen errichteten Bürogebäude ist das durchgehend realisierte Zusammenspiel von hellen Keramik-Klinkern mit großflächigen, teilweise grünlich getönten Glasfassaden. Insgesamt kamen dabei insgesamt 1.000.000 Röben Keramik-Klinker FARO elfenbein im extrem schmalen und dünnen Format von 240 x 90 x 42 mm zum Einsatz. Um die Mauerwerksfassade zusätzlich mit dunkleren horizontalen Streifen zu gliedern, wurden außerdem 100.000 Keramik-Klinker FARO grau-nuanciert verwendet.

Als zentrale Erschließung des Gebäudes dient ein viergeschossiges, komplett verglastes Atrium.
   

Das östliche der beiden durch Atos Origin belegten Gebäude haben die Architekten als 10-geschossiges Hochhaus mit einem flacheren Seitenflügel ausgebildet. Der rund 30 Meter weiter westlich angrenzende sechsgeschossige Gebäuderiegel zeigt dagegen eine deutlich horizontale Ausrichtung, die durch eine lang gestreckte, wellenförmig gestaltete Außenterrasse im Bereich des ersten Obergeschosses zusätzlich betont wird. Die imposante Aufständerung unterstreicht gleichzeitig den offenen und luftigen Charakter des Gebäudes und bietet einen interessanten Durchblick auf die dahinter gelegene Landschaft. In den Untergeschossen steht den rund 700 Mitarbeitern von Atos Origin eine Tiefgarage zur Verfügung.

Um die Mauerwerksfassaden zusätzlich mit dunkleren horizontalen Streifen zu gliedern, wurden Röben Keramik-Klinker FARO grau-nuanciert eingesetzt.
Als zentrale Erschließung des Gebäudes dient ein viergeschossiges, komplett verglastes Atrium. Mit dem direkt daneben in Richtung Westen aus der Glasfassade hervortretenden Volumen ist den Architekten dabei ein fließender Übergang zwischen Innen- und Außenraum gelungen. Eine zusätzliche Belebung schafft eine in entgegengesetzter Richtung in die Fassade integrierte und ebenfalls vier Geschosse hohe, mit grünlichen Paneelen hinterlegte Glasfront, die den deutlich horizontalen Charakter des Gebäudes unterstreicht und die Einbettung des Gebäudes in die flache, typisch niederländische Landschaft unterstützt.