Geschwisterlich geteilt – Wohnhaus in Heusden-Zolder, Belgien
 
   
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Architektin: Kristien Ceyssens, Heusden-Zolder
   
Ein Haus der Gegesätze: Spitze Kanten stehen gegen geschwungene Linien. Getrennt und verbunden zugleich durch einen zweistöckigen gläsernen Eingangsbereich.

Rudi und Kristien Ceyssens sind Geschwister, die sich ideal ergänzen. Rudi ist in der Baustoffbranche tätig, Schwester Kristien arbeitet als Architektin. Wenn er sich ein Haus baut und sie für ihn plant, dann darf man auf das Ergebnis gespannt sein.

Herausgekommen ist äußerlich ein Haus der Gegensätze, das sich im Inneren zu einem harmonischen Ganzen zusammenfügt. Ein schwarzer, zweieinhalb geschossiger Gebäudetrakt mit Pultdach und ein doppelstöckiger Teil in hellem Grau stehen sich wie ungleiche „Geschwister“ gegenüber. Kantig und spitz der eine Bereich, weich, geschwungen der andere. Geschickt getrennt durch einen zweistöckigen gläsernen Eingangsbereich, an den sich ein rund 80 m2 großes perlweißes Mauerwerksteil anschließt. Die Fläche wird weder durch ein Fenster noch eine Tür unterbrochen.

Äußeres verbindendes Element des Hauses im belgischen Heusden-Zolder sind schmale Fensterbänder im Obergeschoss, die sich von der Frontpartie jeweils an den Hausseiten fortsetzen. Hier hat sich Kristien Ceyssens vom Bauhausstil inspirieren lassen.

Kontraste auch in der Farbwahl: Röben Keramik-Klinker in den Farben schwarz-nuanciert, graunuanciert und perlweiß, streng geometrisch voneinander getrennt.

Passend dazu: Der Röben Tondachziegel LIMBURG in der Farbe blau-grau.

Die Gartenseite des Hauses.
Die Keramik-Klinker wurden nicht gemauert, sondern in einem speziellen Verfahren geklebt. So entstand optisch eine fast glatte Mauerfläche ohne Fugen.

Ein geräumiges, funktionelles Haus mit einer modernen Ausstrahlung hatte sich Rudi Ceyssens gewünscht. Mit Platz für eine Familie mit zwei Kindern und einem geräumigen Büro für den Hausherrn. Ehefrau Carine Ceyssens braucht ebenfalls viel Platz, sie arbeitet als Tagesmutter und betreut neben ihren eigenen auch andere Kinder im Haus. Der gesamte untere Bereich ist dem Wohnen vorbehalten. Wohnhalle, Kaminecke sowie die offene Küche mit Tresen und zusätzlichem Essbereich ziehen sich fast über die gesamte Breite und öffnen sich mit raumhohen Fenstern zum Garten.

Da das Haus nur teilweise unterkellert ist, kommen hier Hauswirtschaftsräume und Doppelgarage hinzu.

Im Obergeschoss befinden sich Schlafräume, Ankleide- und Badezimmer für Eltern und die eigenen Kinder, Spiel- und Ruhe-Zimmer für die betreuten Tageskinder und ein Arbeitszimmer. Von der äußeren Trennung ist hier nichts zu spüren, alles geht funktionell ineinander über.

In der Fassade überwiegt der Kontrast. Schwarze (Röben FARO, schwarz-nuanciert), graue (Röben FARO grau-nuanciert) und weiße Keramik- Klinker (Röben OSLO perlweiß) sorgen für ein abwechslungs-reiches, frisches Bild. Aufgebaut ist die Fassade als traditionelles, zweischaliges Mauerwerk mit einem Röben Poroton Planstein (24 cm) als Hintermauer, einer Luftschicht und den Röben Keramik-Klinkern im NF-Format als Vormauerschale.

Betrachtet man die Fassade aus einigem Abstand, dann kann man die einzelnen Rechtecke der Klinker kaum erkennen. Denn sie wurden nicht konventionell vermauert, sondern geklebt. Hierfür wurde ein spezieller Klebemörtel für hartes, nicht absorbierendes Material gewählt. Stoß- und Lagerfuge sind nur 3 mm breit. So entsteht optisch eine fast glatte Mauerfläche ohne Fugen.

Insgesamt haben die Ceyssens auf die lange Lebensdauer und die Vorteile des Baustoffes Ton gesetzt – vom Boden bis zu Dach. Für das Pultdach haben sie den Röben Tondachziegel LIMBURG in der Farbe blau-grau gewählt, der sehr gut zu dem schwarz-nuanciertem Klinker passt. Das Dach hat auch im Traufbereich keinen Überstand, die Dachrinne schließt mit der Fassade ab.

Auch auf dem Boden dominiert der Ton. Garagenauffahrt und Eingang wurden mit Röben Pflasterklinkern im Format 200 x 100 mm gepflastert. Natürlich in der Farbe schwarz-nuanciert, als Pendant zur Fassade. Im Innenbereich wird die Farbphilosophie konsequent fortgesetzt. Hellgrau strahlt hier die Röben-Keramik-Bodenplatte VIGRANIT im Format 20 x 20 cm.