Keramisches Finetuning – Mercedes Leseberg, Hamburg
 
   
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Architekturbüro Streb, Hamburg
   
In die Fläche sind anthrazitfarbene Bodenmarkierungen aus 20 x 10 cm VIGRANIT eingelegt.

Wenn Walter Leseberg durch seine Verkaufshalle geht, dann hat er meistens einen Zollstock und seinen Bauplan dabei. Denn Walter Leseberg entwirft, plant, baut – „macht und tut“, wie der Hamburger sagt. Und das schon seit geraumer Zeit. Dabei ist er eigentlich Autohändler. Mit 170 Mitarbeitern gehört die Firma Leseberg an der Osdorfer Landstraße in Hamburgs Westen zu den größten und innovativsten Service-Betrieben der Daimler-Chrysler AG.

Auf rund 2.800 m² ist jetzt ein neues, hochmodernes Autohaus entstanden. Nach Lesebergs persönlichen Vorstellungen, die vom Hamburger Architekturbüro Streb fachlich begleitet wurden. Stahl und Glas, Keramik und Holz prägen das Bild der neuen Halle mit ihren drei Ebenen. Schon von außen ist der Bau spektakulär. Das Dach hat das Profil eines Flugzeugflügels – Lesebergs Reminiszenz an den ehemaligen Vorstand Jürgen Schrempp, schliesslich werden rund 5 km Luftlinie vom Autohaus entfernt bei der Airbus-Industrie Flugzeuge montiert. Der ellipsenförmige Flügel ruht auf Stahlträgern, die wie Finger an die Decke ragen.

Mit der Gestaltung der riesigen Bodenflächen hat sich Leseberg lange und intensiv beschäftigt. Elegant sollten sie sein, von Material und Farbe zum High-Tech-Ambiente passen und sich leicht und wirtschaftlich pflegen lassen. Leseberg sah sich verschiedene Referenz-Objekte an und entschied sich für Klinkerplatten von Röben. Bei den Farben wählte er eine sehr ungewöhnliche Kombination aus glanzpolierter, anthrazit-farbener VIGRANIT und der terracotta-farbenen CORNWALL. Als verbindendes Element aller drei Etagen hat er einen „Teppich gelegt“, wie er sagt – dreidimensional, rund geschwungen als gewendelte Auffahrt, gewölbt wegen der Verbindung der Etagen und mit einem Gefälle zwischen 8 und 15 % von außen nach innen.

Und tatsächlich liegt die lange, gewundene Auffahrt wie ein Teppichläufer auf dem Boden und läuft an den Enden auch optisch so aus. „Prismatisierend“ nennt Leseberg diese rutschhemmende Oberfläche (R12/V06) der Röben VIGRANIT im Format 10 x 20 cm. Die feinen Pyramiden auf den Klinkerplatten wirken wie „Spikes“, vermitteln ein sicheres Gehgefühl und animieren die Besucher, von Stockwerk zu Stockwerk zu schlendern. Die Auffahrt ist auf diese Weise geschickt in den Ausstellungsbereich einbezogen. Das Gebäude folgt den Rundungen, hier stehen die Fahrzeuge gestaffelt geparkt.

  

Im Format 20 x 20 cm dominiert die glanz-polierte Röben-VIGRANIT anthrazit (R09!) die Halle und harmoniert dabei mit den metallenen Geländern und den Stelzen der Hallenkonstruktion. Die Röben-CORNWALL, speziell auf das Format 10 x 20 cm zugeschnitten, setzt farbige Akzente und glie15 dert die großen Flächen durch schmale Bänder. Wo Flächen zusammentreffen sind Trapeze entstanden; dort wurden die Platten konisch geschnitten. Farbige Markierungen weisen den Autos den Weg und legen die Standplätze im Ausstellungsraum fest. Andere Flächen sind mit Stabparkett aus Melissenholz ausgearbeitet, das farblich sehr gut zur Terrakottafarbe passt.

Wie ein Teppichläufer liegt das profilierte Röben Feinsteinzeug VIGRANIT auf der langen, gewundenen Auffahrt. Seine rutschfeste Oberfläche gibt die richtige Trittsicherheit auf der schrägen Ebene. – Im glänzenden Kontrast dazu steht das Röben Feinsteinzeug VIGRANIT glatt, feuerversiegelt und glanzpoliert.
  
Das Untergeschoss, das vom Verkaufsraum aus sichtbar ist, wurde mit der Röben-VIGRANIT „imbra-glanzpoliert“ ausgelegt. Der seidige Glanz reflektiert das Licht und sorgt dadurch für eine optimale Ausleuchtung. Leseberg und sein Architekt haben filigran geplant und millimetergenau umgesetzt, den Boden „veredelt“, so wie bei Leseberg getunt und aufgearbeitet wird. Chrom, Leder und Sonderlackierungen wünscht sich seine Klientel, der Autohausbesitzer mehr als nur einen Fußboden. Schließlich ist der Neubau auch mehr als eine moderne High-Tech-Halle. Er ist Autosalon, Kundenzentrum mit Café und Wintergarten und demnächst auch „Büro auf Zeit“ für die Kunden, die auf ihr Auto einmal warten müssen – ausgestattet mit modernster Kommunikationstechnik.