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Architekten: Grontmij Bouw, Brüssel |
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Die belgische Stadt Antwerpen ist ein Ort voller lebendiger Kontraste. Neben dem berühmten Diamantenviertel und mittelalterlichen Zentrum mit einer Vielzahl bedeutender historischer Sehenswürdigkeiten ist es dabei vor allem der riesige Containerhafen, der das Gesicht der rund 475.000 Einwohner zählenden belgischen Metropole prägt. Einen vergleichsweise beschaulichen Eindruck bietet die nur wenige Kilometer weiter westlich, jenseits des Flusses Schelde gelegene Kleinstadt Zwijndrecht, wo als eines der wichtigsten Neubauvorhaben der letzen Jahre vor kurzem ein neues Gemeindezentrum (?Administratief Centrum?) eröffnet wurde. Der am neu geschaffenen Binnenplein, in unmittelbarer Nähe zum örtlichen Sportplatz errichtete Bau fügt die bislang an verschiedenen Standorten untergebrachte Gemeindeverwaltung sowie eine Bibliothek und eine Veranstaltungshalle unter einem Dach zusammen und bietet den rund 18.000 Einwohnern von Zwijndrecht dabei einen offenen und bürgernahen Anlaufpunkt für unterschiedlichste Publikumsschichten.
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Hauptansicht des Gemeindezentrums. Links die Bibliothek, in der Mitte das Foyer und rechts der Verwaltungskomplex.
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Ausgehend von dem Wunsch der Kommune nach einem repräsentativen Neubau mit heller und freundlicher westlich, jenseits des Flusses Schelde gelegene Kleinstadt Zwijndrecht, wo als eines der wichtigsten Neubauvorhaben der letzen Jahre vor kurzem ein neues Gemeindezentrum (?Administratief Centrum?) eröffnet wurde.
Der am neu geschaffenen Binnenplein, in unmittelbarer Nähe zum örtlichen Sportplatz errichtete Bau fügt die bislang an verschiedenen Standorten untergebrachte Gemeindeverwaltung sowie eine Bibliothek und eine Veranstaltungshalle unter einem Dach zusammen und bietet den rund 18.000 Einwohnern von Zwijndrecht dabei einen offenen und bürgernahen Anlaufpunkt für unterschiedlichste Publikumsschichten.
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Ausgehend von dem Wunsch der Kommune nach einem repräsentativen Neubau mit heller und freundlicher Ausstrahlung, entwickelte das beauftragte Brüsseler Planungsbüro Grontmij Bouw einen deutlich in der Tradition der Klassischen Moderne stehenden Gebäudekomplex, der vor allem durch seine klare und übersichtliche Gliederung sowie durch seine einheitliche Materialsprache überzeugt. Die unterschiedlichen Funktionen des neuen Zentrums wurden dabei in drei eigenständigen, jeweils überwiegend mit weißen Klinkern ausgebildeten Baukörpern untergebracht: Das im südwestlichen Teil des Grundstücks gelegene und mit |
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langgestreckten horizontalen Fensterbändern ausgebildete viergeschossige Volumen nimmt die verschiedenen Büros der Gemeinde auf, der daran anschließende, weitgehend mit transparenten Glasfassaden eingefasste Trakt beherbergt das Foyer und die großzügige Veranstaltungshalle.
Komplettiert wird das Ensemble durch eine etwas flacher gestaltete Hauptbibliothek im nordöstlichen Teil des Grundstücks, die mit ihren beiden halbkreisförmig aus der Fassade hervortretenden Rotunden sowie den auf der Stirnseite eingeschnittenen Fensteröffnungen als imposanter und selbstbewusster Blickpunkt des Neubau-Komplexes fungiert. „Das Projekt bot der Kommune die Gelegenheit, einen zentralen Begegnungspunkt für die Bürger zu schaffen und gleichzeitig auch den Anspruch als eigenständige Gemeinde sichtbar nach außen zu tragen“, berichtet der mit der Planung beauftragte Projektleiter Frans Ridder. „Um diese unterschiedlichen Funktionen architektonisch zum Ausdruck zu bringen, haben wir uns ganz bewusst für eine markante und abwechslungsreiche Gestaltung mit streng geometrischen Formen und großflächigen Glasfassaden entschieden. Die beiden in die Südost- bzw. Nordwestfassade des Bibliotheksflügels integrierten Rotunden, die sich mit ihrer Kreisform ganz bewusst an die Gestaltung antiker Amphitheater anlehnen, bieten dabei nicht nur einen fließenden Übergang zwischen Innenund Außenraum, sondern schaffen gleichzeitig ein sinnfälliges Zeichen für so kommunikative Prozesse wie ‘Zusammentreffen’ oder ‘Sich-Begegnen’ “.
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Nicht nur beim architektonischen Konzept, auch bei der Suche nach einem geeigneten Klinker zur Verblendung der Außenfassaden haben die Architekten auf Qualität gesetzt. Gemeinsam mit den Vertretern der Gemeinde fiel die Wahl schließlich auf den Röben Keramik-Klinker VERSAILLES im 190 x 90 x 90 mm großen Modulformat. Die im Halbsteinverband gemauerten hellen Keramik-Klinker fügen die unterschiedlichen Funktionen des neuen Gemeindezentrums zu einem homogenen Ganzen zusammen und unterstützen gleichzeitig den freundlichen und offenen Gesamteindruck des Komplexes. Eine Ausnahme bilden die Fassaden der beiden Rotunden, für die die Architekten dunkelblaue Steine ausgewählt haben, um so einen deutlichen Kontrast zur Gestaltung der übrigen Fassade zu erzeugen. Einen zusätzlichen Blickpunkt schafft die direkt vor der bläulich gestalteten Rotunde platzierte Stahlskulptur „Era“ („Ära“) der renommierten belgischen Künstlerin Liliane Vertessen, die das mit dem Neubau zur Schau gestellte Selbstbewusstsein der Gemeinde Zwijndrecht weiter untermauert. |
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