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Architekten: PBV Architecten, Wassenaar |
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Aus Gründen der Homogenität wurde der Röben Klinker rot gefugt. |
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Zu Beginn des 17. Jahrhunderts war Amsterdam die wohlhabendste Stadt Europas. Noch heute zeugen die prachtvollen Grachtenhäuser sowie die weit über 1.000 Brücken von diesem „Goldenen Zeitalter“. Einen wesentlich urbaneren Eindruck als die kleinteilig strukturierte pittoreske Innenstadt bieten die zahlreichen Stadterweiterungen aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, zu denen auch der überwiegend durch großflächige Bauten aus den sechziger Jahren geprägte Stadtteil Slotervaart/Overtoomse Veld gehört.
Einer der wenigen architektonischen Lichtpunkte innerhalb des ansonsten eher monotonen Stadtteils sind die vor drei Jahren fertiggestellten „Queens Towers“ von Carel Weeber (vergleiche Exemplum No. 10), die mit ihrer klassisch verspielten Gestaltung einen gelungenen Kontrast zum weiter südlich anschließenden, in den siebziger Jahren errichteten Hochhaus-Komplex des World Fashion Center (WFC) schaffen.
Direkt gegenüber vom WFC, an der Kreuzung Delftlandlaan/Fregelaan, trifft der Blick seit kurzem auf das nach Plänen der PBV Architecten aus Wassenaar realisierte Bürogebäude „Prinsenhof“, das auf einer Gesamtnutzfläche von rund 9.000 m2 unter anderem die neue Marketing-
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Zentrale des Sportausrüsters Adidas International beherbergt und das mit seiner hochwertigen und ausdrucksstarken Gestaltung einen weiteren gelungenen städtebaulichen Akzent innerhalb des Quartiers setzt. |
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| Beherrscht das Straßenbild - der auf hohe Säulen gesetzte Hauptbaukörper mit roten Röben WESTERWALD Klinkern. |
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Um sich gegenüber den bis zu 68 Meter hoch aufragenden Hochhausscheiben des WFC-Komplexes sowie drei südwestlich sich anschließenden Wohnblöcken behaupten zu können, setzt sich der achtgeschossige Prinsenhof aus zwei L-förmig gegeneinander platzierten Baukörpern zusammen, die im rückwärtigen Teil des Grundstückes ein Parkdeck sowie eine dahinter angrenzende Rasenfläche einfassen und auf diese Weise eine fast schon intime Atmosphäre inmitten der umliegenden Hochbauten erzeugen. Zusätzliches „Gewicht“ erhält der Neubau durch eine vielschichtige und abwechslungsreich kolorierte Fassadengestaltung, die sich bei näherem Hinsehen nicht nur als intelligenter Reflex auf die mit einem langgestreckten zweigeschossigen Sockel und drei teilweise aufgeständerten Hochhaustürmen errichtete Architektur des WFC erweist, sondern die in ihrer Farbigkeit gleichzeitig einen deutlichen Bezug zu den weiter nördlich anschließenden Queens Towers schafft. |
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| Der L-förmige „Prinsenhof“ setzt einen neuen städtebaulichen Akzent im Amsterdamer Stadtteil Slotervaart/Overtoomse Veld. Links im Hintergrund zu erkennen: Die vor drei Jahren fertiggestellten „Queens Towers“. |
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Quasi als städtebauliche Synthese aus beiden Gebäuden setzt sich der Prinsenhof aus einem zweigeschossigen, mit schwarzem Granit verkleideten Sockel und einem auf insgesamt 24 weiß gestrichenen Stahlbetonstützen ruhenden, mit rotem Klinker verkleideten viergeschossigen Hauptbaukörper zusammen. Zwischen diesen beiden Abschnitten vermittelt eine komplett mit Glas eingefasste Ebene im zweiten Obergeschoss, wodurch das aufgeständerte Ziegelvolumen einen spielerisch leichten, auf den ersten Blick fast schwebenden Eindruck erhalten hat. Komplettiert wird das Raumangebot des Prinsenhof-Komplexes durch eine mit leicht grün getöntem Glas gestaltete Ebene unterhalb des Flachdaches.
Die Suche nach einem geeigneten Klinker zur Verblendung des vierge schossigen Hauptbaukörpers gestaltete sich ungewöhnlich einfach, denn nach einem gemeinsamen Ortstermin der Architekten und des Auftraggebers, dem Projektentwickler Maarsen Groep en Aedes Vastgoed, fiel die Wahl schnell auf den Röben Klinker WESTERWALD rot/glatt.
„Um den Prinsenhof möglichst gut in die heterogene Umgebung einfügen zu können, wollten wir ganz bewusst eine Art städtebaulicher Klammer zu den „Queens Towers“ von Carel Weeber schaffen. Deshalb haben wir uns in enger Abstimmung mit dem Bauherrn dafür entschieden, den gleichen Klinker zu verwenden“, berichtet Projektarchitekt Wolbrand van der Vis einleuchtend. „Die Wahl des 210 x 100 x 50 mm großen Waalformates hat uns dabei ermöglicht, den im Halbstein-Läuferverband gemauerten und aus Gründen der Homogenität ebenfalls rot gefugten Klinker optimal dem durchgängig realisierten 7,20 Meter breiten Fassadenraster anzupassen.“
Ähnlich hochwertig wie die äußere Gestaltung präsentiert sich auch die durch das Bureau Rietmeijer Facility Planning aus Almere konzipierte Inneneinrichtung, die auf sämtlichen Ebenen lichtdurchflutete und flexibel nutzbare Büroflächen mit modernster Ausstattung zur Verfügung stellt. Speziell für die Angestellten von Adidas bietet der Neubau sogar einen firmeneigenen Fitnessraum - als CI-gerechte Maßnahme zur aktiven Mitarbeitermotivation!
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