Vom Alltäglichen zum Besonderen – Wohnsiedlung Suhrenkamp in Hamburg-Alsterdorf
 
   
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Architekten: Alexander Guth und Udo Jahns, Hamburg
   

„Die Architekten haben es geschafft, in einem ungeordneten, dem öffentlichen Interesse entzogenem Stadtgebiet ein Wohnquartier zu bauen, mit dem sich die Bewohner identifizieren können und das durchaus Modellcharakter haben könnte für die künftigen Siedlungen der wachsenden Stadt“. So beschreibt Claas Gefroi im „Jahrbuch Architektur in Hamburg 2003“ die Wohnsiedlung „Suhrenkamp“ in Hamburg-Alsterdorf. Parallel zur Alsterkrugchaussee, die aus der City zum Airport Hamburg und weiter in den Norden der Stadt führt, hat der Bauverein der Elbgemeinden eine Siedlung mit 131 Mietwohnungen gebaut. Der Bauverein ist mit seiner über 100jährigen Geschichte eine der ältesten, aber auch modernsten Genossenschaften in Deutschland. Er hat 17.500 Genossenschaftsmitglieder und bietet mehr als 13.000 Wohnungen in und um Hamburg.

   

Allein die Tatsache, dass dieses Objekt im Architektur-Jahrbuch vorgestellt wird, ist ein großes Kompliment, denn meistens sind es die großen, spektakulären Büropaläste aus Glas und Stahl, die präsentiert werden. „Die Arbeit am Detail, der Wille, das Alltägliche zu etwas Besonderem, Ausdrucksvollen zu verwandeln, hebt dieses Projekt von vielen anderen ab,“ so Gefroi. Wer durch das Wohnquartier flaniert, spürt diese Philosophie, die von den beiden Hamburger Architekten Alexander Guth und Udo Jahns umgesetzt wurde.

   

Allein die Tatsache, dass dieses Objekt im Architektur-Jahrbuch vorgestellt wird, ist ein großes Kompliment, denn meistens sind es die großen, spektakulären Büropaläste aus Glas und Stahl, die präsentiert werden. „Die Arbeit am Detail, der Wille, das Alltägliche zu etwas Besonderem, Ausdrucksvollen zu verwandeln, hebt dieses Projekt von vielen anderen ab,“ so Gefroi. Wer durch das Wohnquartier flaniert, spürt diese Philosophie, die von den beiden Hamburger Architekten Alexander Guth und Udo Jahns umgesetzt wurde.

Auf einem parkähnlichen Grundstück mit Hanglage und schönem alten Baumbestand haben sie verschiedene Haustypen integriert. Es sind sowohl geförderte als auch frei finanzierte Wohnungen, sowie Einheiten nach dem Genossenschafts-Modell, die sich in den Mietpreisen unterscheiden und dadurch auch für eine Mischung in der Struktur der Bewohner sorgen.

Betritt man das Wohnquartier über den Erschließungsweg, erkennt man das ungewöhnliche städtebauliche Konzept. Quer zur Straße stehen auf einem gemeinsamen Plateau drei lange Gebäude. Keller und Tiefgaragen stehen hier nur zur Hälfte unter der Erde und bilden so den höheren Sockel für die Gebäude. Oben auf dem Plateau fühlt sich der Besucher wie in einer kleinen Reihenhaussiedlung. Rasenflächen vor den Eingängen, kleine Gärten mit Terrasse, jede Wohnung mit einem separaten Eingang. Im Erdgeschoss haben die Wohnungen drei Zimmer, über eine Außentreppe erreicht man die zwei jeweils darüber liegenden Maisonette-Wohnungen. Die Fassaden wurden durchgehend mit dem gelben Röben-Klinker MOORBRAND verkleidet. Die leuchtend roten Wohnungstüren und Pergolen stehen dazu in einem reizvollen Kontrast.

  
Der Röben Handform-Verblender MOORBRAND mit seinem natürlichen Farbspiel unterstützt die „lebendige“ Architektur.
   
Suhrenkamp in Hamburg-Alsterdorf
   
Strenge Architektur - lebendiger Stein, ein Gegensatz, der den besonderen Charme dieser Wohnanlage ausmacht.
  
Eine Gebäudeanlage mit Modellcharakter für künftige Siedlungen der wachsenden Stadt.
  

Gegenüber dem Plateau liegen die drei im Genossenschaftsmodell gebauten Wohnhäuser mit jeweils kleinen Hausgemeinschaften. Auch hier wurde die Fassade mit dem Röben MOORBRAND ausgeführt. Der helle Ton der Klinker unterstreicht die Leichtigkeit des Gebäudes. Die Treppenhäuser sind komplett verglast und ein wichtiges Element der Fassadengestaltung. Im Erdgeschoss befinden sich jeweils die Keller und Garagenplätze. Hier springt die Fassade leicht zurück. Davor gesetzte Säulen tragen optisch das Gebäude.

Den Abschluss des Wohnkomplexes bildet ein fünfstöckiges Winkelgebäude. Die hier geförderten Wohnungen sind für Familien mit mehreren Kindern konzipiert. Unterbrochen wird dieses große Gebäude durch ein riesiges Tor, durch das sich die Erschließungsstraße fortsetzt. Im Winkel davor bilden alte Bäume und Grünflächen einen kleinen Park. Der Winkel zu den Genossenschaftshäusern ist durch ein gläsernes Treppenhaus getrennt und bildet in seiner vierstöckigen Bauweise das optische Bindeglied.

Die Wohnanlage Suhrenkamp ist eine Siedlung mit hohem Wohlfühlfaktor. Die Wohnungen waren sofort vermietet. So entdeckt der sonst eher nüchterne Gefroi sogar poetische Momente, z.B. wenn die Sonne im richtigen Winkel auf die Backsteinwand des Zeilensockels scheint: „Die wundervoll rauen, gelben Steine lassen die Mauer plötzlich leben und leuchten, geben ihr Plastizität, dass es eine Freude ist.“

Auf einem parkähnlichen Grundstück mit Hanglage und altem Baumbestand sind verschiedene Haustypen zu einer Wohnanlage mit hohem Wohlfühlfaktor kombiniert.