Nobles Wohnen in Strandnähe - Wohnanlage in Timmendorfer Strand
 
   
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Architekten: Roden, Wiechmann und Kuhfeldt, Lübeck
   
Südansicht der Wohnanlage. Die Wohnungen öffnen sich nach außen in großzügige Balkon- und Terrassenflächen.
   

Leben dort, wo andere Urlaub machen? Oder Urlaub machen dort, wo andere Leben? In der Wohnanlage „Wohldkamp“ in Timmendorfer Strand kann jeder seinen Traum vom Wohnen auf seine Art verwirklichen. Das noble Ostseebad an der Lübecker Bucht bietet mit seiner touristischen Infrastruktur 365 Tage Urlaubsqualität. Man muss es sich nur leisten können, von der Zeit und vom Geldbeutel.

Die Ausstattung der Häuser, die der Lübecker Bauverein bauen ließ, erfüllt höchste Ansprüche. Und die Lage ist „1a“, auch wenn sie nicht in der „ersten Reihe“ liegt. Dafür geht der Blick von der Anhöhe von Bundesland zu Bundesland - übers Wasser von Schleswig-Holstein bis auf die Küste von Mecklenburg. Zum Strand ist es nicht weit, aber die Häuser liegen dennoch ruhig und geschützt vor dem sommerlichen Trubel der Promenade. Eine Lage, die es nur noch selten gibt.

Spricht man von Häusern, dann ist dies nicht ganz richtig, oder doch? 26 komfortable Eigentumswohnungen sind hier unter drei Dächern entstanden, deren Baukörper jedoch miteinander verbunden sind. Hier haben die Lübecker Architekten Roden, Wiechmann, Kuhfeldt ein Ensemble geschaffen, das trotz seiner Komplexität Leichtigkeit ausstrahlt.

Es scheint aus drei großen Villen zu bestehen, tatsächlich handelt es sich aber um ein zusammenhängendes Gebäude. Die beiden äußeren „Villen“ haben ein sehr flach geneigtes Walmdach, das mittlere ein leicht gebogenes Kreissegmentdach, alle aus Zinkblech, die in Stehfalztechnik auf eine Holzdachschalung aufgebracht wurden. Das Ganze ruht auf gestaffelten Dachgeschossen mit großen Terrassen, die den Wohnraum im Sommer nach draußen verlegen. Aber auch die Bewohner des Erdgeschosses und der ersten Etage leben durch große Terrassen und Balkone auf der „Sonnenseite“. Für Licht durchflutete Räume sorgen die großen, weit herunter gezogenen Fenster.

Um den Eindruck eigenständiger Häuser zu erzielen, ist die Fassade stark gegliedert. An den Gebäudeenden ist sie zudem abgeschrägt, was innen für eine ebenso interessante wie spannende Raumaufteilung sorgt und außen die Leichtigkeit unterstützt. Die Verbindung der Gebäude untereinander besteht aus einer Wandkonstruktion aus Hintermauer, Wärmedämm- Verbundsystem und Gipsputz, im Süden mit einem großen Fensterband. Durch die aufgebrachten Farbstreifen wirkt sie wie aus großen Elementen zusammengesetzt. Das Staffelgeschoss wurde in gleicher Bauweise erstellt.

Die ‘komponierte’ Klinkerfassade aus speziell für dieses Objekt gebrannter Mischung von Röben Klinkern.
Die Nord- und Eingangsseite der Wohnanlage. Nicht zu übersehen: Die pyramidenförmigen Belichtungsöffnungen für die Tiefgarage.
  

Die übrige Fassadengestaltung ist ebenso extravagant wie das ganze Gebäude. Die in der Baubeschreibung nüchtern beschriebene Farbe „hellbeige“ wird dem nicht annähernd gerecht. Denn hier haben Architekten und Maurer eine Klinkerfassade „komponiert“. Sie besteht aus beigefarbenen, mit grau-creme farbenen Ziegeln versetzten Röben- Klinkern im NF-Format, zwischen denen einzelne, cremefarbene Kohlebrand- Klinker wie Farbtupfer Akzente setzen. Was aussieht wie willkürlich getupft, ergibt in der Gesamtansicht ein harmonisches Ganzes - Dank der vorausschauenden Arbeit der Handwerker und der Röben Keramiker, die diese Farbkomposition ganz speziell für dieses Objekt gebrannt haben. Im Erdgeschoss wird die Fassade durch ein umlaufendes Band aus schwarz-nuancierten Klinkern zusätzlich geteilt.

Schade, dass dieses Gebäude so versteckt steht, denn in der Tat ist es ein echter „Hingucker“. Und von seiner Form und Leichtigkeit könnte es auch in der Toscana stehen. Aber am Timmendorfer Strand scheint ja auch öfter mal die Sonne…