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Architekten: Roeleveld Sikkes, Den Haag
Fassade: Röben Keramik-Klinker BERGEN silberweiß, glatt
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Siedlungspolitik auf Niederländisch: Ende der sechziger Jahre zählte Lelystad nicht einmal 1.000 Einwohner. Heute, nur 35 Jahre später, leben rund 70.000 Menschen in der damals auf einem der neuen Ijsselmeer-Polder aus dem Boden gestampften Stadt.
Der enorme Zuwachs kommt nicht von ungefähr und ist nicht allein auf die extrem niedrigen Grundstückspreise auf den künstlichen Eilanden zurückzuführen: Zwar fehlt es der Stadt sichtbar an Geschichte, dafür verfügt sie über eine hervorragende Infrastruktur und ein gutes Freizeitangebot. Vor allem aber hat sie jede Menge Natur zu bieten. Besonders beliebt ist dabei der Südwesten der Stadt, wo die Siedlungsbebauung nicht nur an den Strand zum Ijsselmeer, sondern auch an den rund 900 ha großen Wald „Hollandse Hout“ sowie an die Seenplatte „Oostvaardersplassen“ grenzt.
In direkter Nachbarschaft zu dieser komplett von Menschenhand geschaffenen niederländischen „Wildnis“ ist in den letzten Jahren das gleichnamige Wohnquartier „Hollandse Hout“ mit 281 hochwertigen Einfamilienhäusern für rund 800 Bewohner neu errichtet worden. Je nach Wunsch stehen den neuen Eigentümern hier zehn verschiedene, durch acht verschiedene Architekturbüros entworfene Varianten zur Auswahl - vom Bungalow „Aquar“ und dem mit viel Holz gestalteten, nach Alvar Aalto benannten Modell „Alvar“ bis hin zu dem im Landhausstil errichteten Typ „Carré“. Die
großzügig bemessenen Grundstücke variieren dabei zwischen 650 und 2.000 m2. Wem der eigene Garten dennoch zu eng wird, dem bietet
sich nur wenige Meter weiter die Möglichkeit zum Wandern, Segeln, Surfen oder Schwimmen. Ergänzt wird das vor wenigen Monaten komplett fertiggestellte Projekt durch eine Schleusenanlage, einen Deich und eine Fahrradbrücke.
Zu den interessantesten Entwürfen des neuen Quartiers gehören die 15 frei stehenden, in unmittelbarer Nähe zum angrenzenden Waldgebiet in einer geschwungenen L-Form angeordneten Häuser vom Typ „Villa
Duende“, die mit ihrer streng geometrischen Formensprache und den schmalen horizontalen und vertikalen Fensterbändern ganz offensichtlich die niederländische De-Stijl-Architektur aus den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts zitieren. Sämtliche Wohnungen sind mit einem offenen Wohn- und Essbereich im Erdgeschoss sowie mit drei bis vier Schlafzimmern im Obergeschoss ausgestattet. „Die letztendliche Einteilung haben wir aber ganz bewusst offen gelassen, so dass jeder Bewohner flexibel die für ihn
optimale Lösung aus Raumwirkung und individueller Nutzung auswählen kann“, wie der mit der Planung des Projekts beauftragte Architekt Jan van Huizen vom Büro Roeleveld Sikkes aus Den Haag erklärt. Sämtliche Häuser setzen sich aus zwei ineinander verschachtelten, mit weißen Keramik-Klinkern
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Streng geometrische Formensprache:
Jeweils zwei ineinander verschachtelte Quader, gestaltet mit Röben Keramik-Klinkern BERGEN silberweiß
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Erinnerungen an die niederländische
De-Stijl-Architektur: Schmale horizontale
und vertikale Fensterbänder mit
rotlackierten Rahmen. |
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gestalteten Quadern zusammen. Die unterschiedliche Höhe der beiden Volumina ermöglichte dabei eine spannungsvolle Komposition mit kontrastreichen Außen- und Innenraumansichten: „Mit diesem einfachen Prinzip konnten wir nicht nur interessante Relationen zwischen den einzelnen Wohnfunktionen untereinander, sondern auch abwechslungsreiche Bezüge zwischen den Häusern und dem Außenraum realisieren“, berichtet Jan van Huizen. Um den Bewohnern gleichzeitig ein helles und hochwertiges Wohnambiente mit maximalem Bezug zum Außenraum zu bieten, verfügen sämtliche Wohnungen über großzügig geschnittene Öffnungen nach Süden, die einen fließenden Übergang zwischen innen und außen bieten. Die unterschiedliche Kubatur der einzelnen Quader spiegelt sich dabei nicht zuletzt in den unterschiedlichen Ausmaßen der Fenster wider: „Die ganz hohen Fenster schaffen eine ganz besondere Lichtwirkung, denn hier kann die Sonneneinstrahlung tief in die Wohnung eindringen“, so Jan van Huizen „Bei den eher niedrigeren Fenstern oder den horizontalen Öffnungen steht demgegenüber eher die Aussichtsfunktion im Vordergrund.“
Die Fassaden der 15 Häuser wurden entsprechend dem Anspruch an eine hochwertige und dauerhaft in hellem Weiß strahlende Architektur mit insgesamt 200.000 Röben Keramik-Klinkern BERGEN silberweiß gemauert, die im Zusammenspiel mit den rot lackierten Fensterrahmen den modernen Charakter der Wohnungen betonen. Als Format wählten die |
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Das extrem lange und schmale „Hilversum Formaat“ (240 x 90 x 42 mm) betont die reizvolle horizontale Struktur innerhalb der Fassade. |
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| Architekten ganz bewusst das extrem schmale und lange „Hilversum Formaat“ von 240 x 90 x 42 mm - ein Stein, der von dem bekannten niederländischen Architekten Willem Marinus Dudok beim Bau des Rathauses von Hilversum (1928 - 1931) entwickelt worden war und der durch seine schlanke Form und die Mauerung im Läuferverband eine reizvolle horizontale Struktur innerhalb der Fassaden schafft. „Als eine Art architektonischer Hommage an einen der renommiertesten Vertreter der Niederländischen Moderne“, wie der Architekt erklärt. |
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