Lebendiges Farbspiel - Shopping-Center Pécs Árkád, Ungarn
 
   
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Architekten: Finta Studio Budapest Planung: ECE Projektmanagement, Hamburg Fassade: Röben Keramik-Klinker Sondersortierung FARO elfenbein, glatt


Pécs Árkád, eines der modernsten und größten Enkaufszentren in Ungarn.
Ein weiteres interessantes Neubauprojekt in Ungarn ist das im Süden des Landes, im Zentrum der ca. 160.000 Einwohner zählenden Stadt Pécs im letzten Jahr fertiggestellte Shopping-Center Pécs Árkád. Der von der Hamburger ECE Gruppe entwickelte Komplex bietet eine Gesamteinkaufsfläche von 35.000 m2.

An gewöhnlichen Tagen wird der Komplex an der Straße Bajcsy Zsilinsky útca täglich von rund 20.000 bis 30.000 Menschen besucht, an Spitzentagen zieht er bis zu 60.000 Kauflustige an. Er ist damit nicht nur eines der modernsten, sondern gleichzeitig auch eines der größten und meist frequentierten Shopping-Center Ungarns. Die ECE Gruppe ist seit langem europäischer Marktführer auf dem Gebiet innerstädtischer
Einkaufszentren. Bereits seit den sechziger Jahren entwickelt das Unternehmen Shopping-Malls, Innenstadtgalerien und Fachmarktzentren auf dem gesamten Kontinent, seit rund zehn Jahren zunehmend auch in Osteuropa. Am Anfang der Planung steht dabei eine umfangreiche Analyse der jeweiligen Standortbedingungen: Für das Projekt in Pécs sprachen in dieser Hinsicht vor allem das große Einzugsgebiet - insgesamt können rund 550.000 Menschen das Einkaufszentrum innerhalb von 45 Minuten erreichen -, sowie die hervorragende Lage des Grundstückes in direkter Nähe zur Altstadt und Anbindung an den zentralen Busbahnhof.

Das Angebot des Pécs Árkád, das nach dem Árkád Shopping-Center in Budapest das zweite Einkaufszentrum von ECE in Ungarn ist, wird ganz bewusst durch einen abwechslungsreichen Branchenmix geprägt: Auf zwei offenen, durch Aufzüge und Rolltreppen miteinander verbundenen Ebenen stehen den Kunden rund 130 Fachgeschäfte zur Auswahl - darunter ein SB-Warenhaus, ein Fachmarkt für Unterhaltungselektronik, ein großer Textilanbieter, ein Lebensmittel-Discounter sowie mehrere Cafés und Restaurants. Neben zahlreichen international tätigen Anbietern wie Media-Markt oder C&A haben sich dabei auch zahlreiche ungarische Firmen eingemietet. Als weitere Funktionen stellt der Neubau rund 2.000 m2 Büroflächen sowie 850 Pkw-Stellplätze zur Verfügung.
   
Ebenso viel Wert wie auf die Auswahl eines optimalen Standortes mit einer guten Infrastruktur und einem guten Branchenmix legte ECE auf eine hochwertige architektonische Gestaltung, die sich ganz bewusst durch Offenheit und Transparenz auszeichnen sollte. Im Gebäudeinneren wurde diese Vorgabe vor allem durch die Integration eines Glasdaches zur Schaffung eines hellen und freundlichen
Ambientes sowie durch die Verwendung hochwertiger Materialien umgesetzt. Eine Besonderheit ist dabei der lichtdurchflutete Markt im Zentrum des Komplexes, der eine lebendige Einkaufsatmosphäre schafft und gleichzeitig zum Verweilen einlädt.


Gebäudeecke mit einem Innenwinkel von 120°, ausgebildet mit   „reißverschlussartig“ ineinander verschränkten Klinkern.

Bei der Gestaltung des Außenbereiches setzten die Architekten auf ein Zusammenspiel von hellen Keramik-Klinkern mit elegant detaillierten Glasflächen sowie Abschnitten und Details aus Stahl und Aluminium. Zentraler Blickfang ist dabei die Gebäudeecke zur Kreuzung Bajcsy

Zsilinski útca / Nagy Lajos Király útca, die mit ihrer modern anmutenden Formgebung und den weit auskragenden Sonnenschutzlamellen über dem durchgehend mit Glas verkleideten zweiten Obergeschoss ein klares und eindeutiges Zeichen inmitten des heterogenen städtebaulichen Umfeldes schafft. In den übrigen Bereichen der Fassade wechseln mit Glas gestaltete Bereiche in unregelmäßigem Rhythmus mit großflächig verklinkerten Abschnitten, wobei die elegante vertikale Betonung einzelner Bereiche
sofort den Eindruck von Arkaden, den Namensgebern des "Pécs Árkád", vermittelt.



Großflächig verklinkerte Abschnitte wechseln sich mit vertikalen Glaselementen ab.
Um an der viel befahrenen Nagy Lajos Király útca einen langfristig hellen und freundlichen Charakter garantieren zu können, entschieden sich die Architekten von ECE bei der Wahl eines geeigneten Materials für die Röben Keramik-Klinker-Sondersortierung
FARO elfenbein. Die Steine werden aus hochwertigen weiß brennenden Tonen bis zur Sinterung gebrannt, so dass oberflächliche Schmutzpartikel durch Regen einfach wieder abgewaschen werden. Bei der Strukturierung der großflächigen, im Läuferverband gemauerten Mauerwerksabschnitte standen dann vor allem eine rhythmische Untergliederung
Rhythmische Gliederung einzelner Mauerwerksflächen mit horizontalen Klinkerbändern. Versprenkelt eingesetzte Kohlebrand-Klinker geben der Fassade lebendige Farbtupfer. 
und damit eine bessere Lesbarkeit des Komplexes im Zentrum der Überlegungen, weshalb einzelne Bereiche mit horizontalen Vor- und Rücksprüngen oder mit einzelnen Reihen aus vertikal eingesetzten Steinen geplant wurden. Ein weiteres gelungenes Detail ist eine Gebäudeecke mit einem Innenwinkel von 120° Grad, die mit ?reißverschlussartig? ineinander verschränkten und dabei leicht überstehenden Steinen gemauert wurde. Zusätzlich aufgelockert werden die großflächigen Fassaden durch die Integration von einigen tausend versprenkelt eingesetzten elfenbeinfarbenen Kohlebrand- Klinkern, die den lebendigen und freundlichen Gesamtausdruck des Pécs Árkád noch verstärken - als flüchtige ?Farbtupfer? inmitten der Stadt.