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Architekten: Földes & Co. Architects Ltd., Budapest; László Földes, Támas Mórocz <br>
Fassade: Röben Handform-Verblender WASSERSTRICH hellrot-bunt
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Durch seine zahllosen Prachtbauten aus der Epoche der österreichisch-ungarischen K&K-Monarchie und seine traumhafte Lage an der Donau gehört Budapest zweifellos zu den schönsten Metropolen Europas. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs und dem im Mai 2004 erfolgten Beitritt zur EU, der einen endgültigen Schlussstrich unter 40 Jahre Sozialismus setzte, erlebt die aus den beiden ehemals eigenständigen Städten Buda und Pest zusammengefügte ungarische Hauptstadt gegenwärtig einen neuerlichen Aufschwung.
Abzulesen ist dies nicht zuletzt an den zahlreichen Neubau- und Sanierungsprojekten wie dem neuen Nationaltheater, dem vor wenigen Monaten eröffneten „Palast der Künste“ oder dem behutsam sanierten historischen „Burgviertel“, das aufgrund seiner einzigartigen Bedeutung und seiner exponierten Lage hoch über dem linken Donau-Ufer durch die UNESCO Ende der achtziger Jahre als Weltkulturerbe eingestuft worden war.
Einen weiteren gelungenen Umgang mit dem historischen Erbe der Stadt zeigt die nach Plänen der vor Ort ansässigen Architekten Földes & Co. fertig gestellte Erweiterung des renommierten Toldy Ferenc Gymnasiums. Das 1859 am Fuß des pittoresken Burgviertels errichtete und dabei mit einer prachtvollen
neogotischen Backsteinfassade gestaltete Schulgebäude wurde im vergangenen Jahr durch einen ebenfalls rot verklinkerten, im Kontrast zum Bestand aber bewusst modern detaillierten Anbau ergänzt. Neben mehreren neuen Klassenräumen und Büros steht dem Gymnasium damit auch eine moderne Sporthalle mit angrenzendem Erste-Hilfe-Raum zur Verfügung.
Nach außen hin grenzt der kantig geschnittene und dabei lediglich durch wenige Fenster geöffnete Neubau ebenerdig an die östlich sich anschließende Donáti Straße. Zum Bestand hin wurde er dagegen entsprechend der steilen Hanglage zum großen Teil unterhalb des Bodenniveaus platziert, sodass sich der Zugang zum angrenzenden Innenhof hier im zweiten Obergeschoss befindet. Eine zusätzliche Maßnahme, um das neue Ensemble
möglichst gut in die schwierige Topografie zu integrieren, schafft die deutlich sichtbare Untergliederung des Ensembles in drei unterschiedliche Baukörper: Der nach Osten hin orientierte, aus mehreren kantigen Volumina zusammengesetzte und bis zu vier Geschosse hohe Riegel mit den neuen Unterrichtsräumen und den Büros wurde dabei mit einem markanten Pultdach ausgebildet, dessen Kubatur sich nahtlos in die historisch gewachsene Straßenflucht einfügt. Die deutlich flachere, zum Bestand hin sich anschließende
Sporthalle wurde dagegen durch ein großflächiges Sheddach überdeckt, das mit seinen großzügigen Oberlichtern ausreichend Tageslichteinfall im Inneren des Gebäudes schafft. Der lediglich eingeschossige Anbau nach Nordosten stellt weitere
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Unterrichtsräume und eine kleinere, multifunktional nutzbare Halle zur Verfügung. Sein begehbares Dach fungiert außerdem als Außenverbindung von der Straße zum Innenhof der Schule. Sämtliche Fassaden wurden in Anlehnung an den seinerzeit durch den Architekten János Petschnig gestalteten Altbau in zweischaliger Mauerwerksbauweise errichtet. Bei der Suche nach einem hochwertigen
Vormauerziegel mit dauerhafter Qualität fiel die Wahl der Architekten nach längerer Suche schließlich auf den rustikalen Röben Handform- Verblender WASSERSTRICH hellrotbunt. Der Ziegel ermöglichte nicht nur einen harmonischen Übergang zu den Backsteinfassaden des Bestandes, sondern schafft gleichzeitig einen kraftvollen Kontrast zu den Tür- und Fensterrahmen aus Holz.
In einigen stark beschädigten Bereichen des Altbaus wurde der Klinker außerdem zur Ausbesserung bzw. Rekonstruktion des alten Mauer-werks eingesetzt. Aber nicht nur im Außenbereich, auch in den meisten Innenräumen haben die Architekten auf |
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die Ausstrahlung von Ziegeln gesetzt. Besonders eindrucksvoll gelang dabei die materialbetonte Gestaltung der neuen Sporthalle, wo die Steine mit weiteren Elementen aus Holz, wie dem hellen Hallenboden oder der Tribünen-Balustrade, kontrastiert wurden. Die gesamten Umbauarbeiten an der Schule erstreckten sich alles in allem über einen Zeitraum von etwa zwei Jahren. Abgeschlossen wurden die Arbeiten schließlich durch das feierliche Anbringen des komplett aus Messing gegossenen Handgriffes am Eingang zur Donáti Straße, der entsprechend dem historischen Vorbild am alten Haupteingang der Schule als Löwe gestaltet wurde - als Symbol der Standhaftigkeit in der wechselvollen Geschichte und im Hinblick auf den im Jahr 2009 anstehenden 150-jährigen Geburtstag des Gymnasiums. |
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