Architekten: Bedaux de Brouwer Architecten, Goirle
Fassade: Röben Keramik-Klinker FARO schwarz-nuanciert glatt
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Das schwarz verklinkerte Ensemble besteht aus zwei nahezu identischen
Komplexen:„Tweelingskantoor“.
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„Tweelingkantoor“, „Zwillingsbüro“, haben die Architekten Bedaux de Brouwer ihren Neubau genannt. Und in der Tat - wer den Neubau für zwei Anwaltskanzleien sowie das Labor einer hausärztlichen Stiftung in der südniederländischen Stadt Etten-Leur besucht, der hat tatsächlich den Eindruck, auf ein architektonisches Zwillingspaar zu treffen.
Das schwarz verklinkerte Ensemble besteht aus zwei nahezu gleich ausgebildeten, jeweils viergeschossigen Flügeln, die trotz ihres engen Bezuges zueinander jedoch völlig eigenständig organisiert wurden und somit getrennt voneinander nutzbar sind. Die rechtwinklige Anordnung der beiden Baukörper schafft dabei nicht nur eine repräsentative Ausstrahlung nach außen, sondern ermöglicht auch eine optimale Tageslichtnutzung im Inneren. Als Bindeglied fungiert ein langgestreckter, geschosshoher Mauerstreifen zum südlich angrenzenden Bredaseweg, der gleichzeitig einen Sichtschutz zum Innenhof bietet.
Das Büro Bedaux de Brouwer Architecten wurde ursprünglich 1938 durch Jos. Bedaux gegründet, der sich durch seine zahlreichen Wohn-, Büro- und Sakralgebäude sowie seine Bauten für die Universität Tilburg schnell zu einem der bedeutendsten niederländischen Architekten der fünfziger und sechziger Jahre entwickelte. Seit dem Tod von Jos. Bedaux 1989 wird das Büro durch die beiden Söhne Peer und George Bedaux sowie den Mitte der achtziger Jahre eingestiegenen Partner Jacq. De Brouwer unter dem Namen „Bedaux de Brouwer Architecten“ weitergeführt. Das relativ homogene Oeuvre des Büros belegt dabei ein hohes Maß an Kontinuität - häufig entstehen scharfkantige, aber dennoch sensibel in den jeweiligen städtebaulichen Kontext eingefügte Bauten, deren kraftvolle Präsenz durch eine eindeutige, meist mit Keramik-Klinkern realisierte Materialsprache und eine elegante Detaillierung betont wird.
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Röben Keramik-Klinker FARO schwarz-nuanciert glatt; zusammen mit zurückliegenden Lagerfugen und anthrazitfarbenem
Mauermörtel als perfekte, elegante Einheit.
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Einen ähnlichen Ansatz zeigt auch der Büroneubau in Etten-Leur, der ebenfalls aus zwei scharfkantig geschnittenen, mit dunklem Mauerwerk verblendeten Baukörpern besteht. Beide Gebäudeflügel wurden durch die Architekten jeweils als
Zweibund aus zwei parallel zuein-hindurch bis in den gegenüber gelegenen Innenhof fortgeführt wurde. Dort mündet er dann in einen kontemplativ gestalteten Garten, in dem die Mitarbeiter der hier ansässigen Firmen ihre Mittagspausen verbringen können.
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Der Neubau liegt direkt am Scheitelpunkt des Bredaseweg - der alten Durchfahrtsstraße von Etten-Leur nach Breda -, und der Auffahrt zur parallel dazu verlaufenden Schnellstraße A 58. „Irgendwann soll die Straße aber zu einer Allee mit Kastanien umgestaltet werden“, wie Jacq. De Brouwer berichtet. Ganz bewusst wurde er deshalb so gestaltet, dass er die absehbare Veränderung des städtebaulichen Kontextes antizipiert: „Wenn die Planung endlich umgesetzt ist, dann werden die Bäume die harten Formen der Architektur noch etwas bändigen und so optimal in Szene setzen.“ ander verschobenen Riegeln mit einem zentralen Erschließungsgang und einem außen liegenden Treppenhaus organisiert. Zusätzliche Spannung erhält die Gesamtanlage dadurch, dass die Dächer der beiden sich jeweils gegenüber liegenden Riegel leicht nach innen, zu einem eleganten Schmetterlingsdach geneigt wurden. Ein weiteres gelungenes Detail ist die zur Straße hin leicht vorgelagerte, als Scharnier des gesamten Komplexes fungierende Verbindungsmauer. Direkt davor trifft der Blick auf einen rechteckig geformten Weiher, der durch einen Einschnitt am unteren Mauerrand
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Zur Verblendung sämtlicher Fassaden des Neubau-Ensembles kam der Röben Keramik-Klinker FARO schwarz-nuanciert glatt im schmalen Dünnformat zum Einsatz - „ein Stein, mit dem wir zuvor schon bei zwei anderen Projekten äußerst positive Erfahrungen gemacht hatten und mit dem es uns gelang, die vornehme und elegante Ausstrahlung des Gebäudes noch zu verstärken“, wie Jacq. De Brouwer die Materialwahl seines Büros begründet. „Besonders überzeugt hat uns dabei die hohe Dichte des Steins, durch die
der edle, leicht ins Anthrazitfarbene übergehende Farbton über Jahrzehnte hinweg in gleich bleibender Qualität erhalten bleibt.“ Einen ähnlich hohen Anspruch zeigt auch das fertige, im Läuferverband errichtete Mauerwerk selbst. Die zurückliegenden Lagerfugen wurden dabei im wirtschaftlichen Fugenglattstrich gestaltet, bei dem Mauern und Fugen in einem Arbeitsprozess erfolgen. Die Wahl eines anthrazitfarbenen Mauermörtels sowie der Verzicht auf Stoßfugen betonen außerdem den keramischen Eindruck des Mauerwerks.
Das Resultat kann sich sehen lassen: Ein perfektes Zusammenspiel aus hochwertiger, moderner Ziegelarchitektur und handwerklicher Detailgenauigkeit.
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Kraftvolle Präsenz durch die eindeutige, mit Röben Keramik-Klinkern realisierte Materialsprache.
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