Architekten: Architekturbüro Horn, Aachen
Dach: Röben Hohlfalz-Verschiebeziegel LIMBURG blau-grau
Fassade: Röben Verblender GREETSIEL friesisch-bunt, glatt
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Die Sanierung und Restaurierung von Sakralbauten im Sinne der Denkmalpflege und die Entwicklung von Wohnkonzepten für behinderte und kranke Menschen gehört zu den Schwerpunkten der Arbeit des Architekturbüros Horn GBR in Aachen. Beim Bauprojekt des Klosters
des „Ordens vom armen Kinde Jesu“ im Aachener Stadtteil Burtscheid kamen beide Kompetenzen zum Tragen.
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Neben der Sanierung des Klosters und der Anpassung der Gebäude an die aktuellen Brandschutzauflagen sollte direkt im Anschluss an das Kloster ein neues Wohngebäude für die Ordens-Schwestern entstehen. Das Andreas-Fey-Haus, das bisher hier gestanden hatte und den heutigen Bedürfnissen nicht mehr entsprach, wurde abgerissen.
Rund 80 Schwestern leben auf dem Gelände des Klosters Burtscheid. Im Sinne der Ordensgründerin Clara Fey, die den Orden 1844 gründete, setzen sie sich vor allem dort ein, wo Kinder und Jugendliche Hilfe brauchen. Ein Teil der Schwestern ist alt und pflegebedürftig. Der iergeschossige Neubau sollte deshalb behindertengerecht sein und außerdem die bisher dezentral untergebrachten Räume der Klosterverwaltung aufnehmen und den Schwestern für die Zukunft als „kleines“ Kloster dienen.
Tradition und Zukunft werden hier unter einem Dach vereint - im wahrsten Sinne des Wortes. Das neue Gebäude ist in die alte Klosteranlage integriert. In ihm befinden sich die Klosterpforte und der Besucherbereich. In den Obergeschossen sind die Zimmer der Schwestern untergebracht. Ein Aufzug erleichtert den Weg in die Etagen und zur Kirche des Hauses.
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Das neue Gebäude mit Klosterpforte ist in die gesamte Anlage integriert.Das lebendige Farbspiel des Röben Verblenders GREETSIEL friesisch-bunt harmoniert mit der Backsteinfassade des Altbaus. |
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Das Wohngebäude verbindet alt und neu: Auf der einen Seite die vor einigen Jahren entstandene Clara- Fey-Schule, auf der anderen das alte Klostergemäuer. Innen bestand die besondere Herausforderung in der Verknüpfung der unterschiedlichen Höhen der Etagen, außen in der Schaffung eines harmonischen Miteinanders der einzelnen Fassaden. Während das Schulgebäude relativ einfach strukturiert ist, schafft der neue Wohntrakt durch seine Gliederung einen optischen Übergang zum
„sakralen“ Klosterteil. Das Erdgeschoss wurde im Neubau in gleicher Deckenhöhe wie die Schule fortgesetzt, die Anzahl der
Etagen darüber allerdings von zwei auf drei erhöht, wobei die Gesamthöhe der Gebäude gleich geblieben ist. Aufgefangen wird dies optisch durch drei durchgehende vertikal angeordnete Fensterbänder für das Treppenhaus, die die Formensprache des benachbarten Klosters aufnehmen.
Optischer Blickfang ist hier die Kunstverglasung „Heiliger Michael", aus dem abgerissenen Gebäude. Sie wurde von innen in einem separatem Rahmen vor ein Treppenhausfenster montiert und ist auch von außen gut sichtbar. Auch ein wertvoller Blaustein-Fuß- boden aus dem alten Gebäude wurde im neuen Gebäude wieder verlegt. Die Außenwände sind 24 cm dick und bestehen aus Stahlbeton und Kalksandstein. Darauf eine 12 cm dicken Kerndämmung und abschließend die Verklinkerung. Die Gestaltung der Außenfassade erfolgte analog zu den verklinkerten Nebengebäuden. Das Architekturbüro Horn entschied sich für den Klinker GREETSIEL von Röben in der Farbe "friesisch-bunt" mit glatter Oberfläche im großen Format 2 DF. Dieser Klinker präsentiert sich mit einer rot-bunten, abwechslungsreichen Oberfläche, deren blaue Anteile metallisch glänzen. Von weitem betrachtet zeigen alte und neue Fassade fast das gleiche Bild, steht man direkt davor, bilden die unterschiedlichen Formate der Klinker einen lebendigen Kontrast. Die grünen Fenster mit den integrierten Jalousien liegen tief in der Fassade und sind von drei Seiten von umlaufenden Stürzen umrahmt, die Röben als Fertigteile lieferte. Die hellen Fensterbänke bestehen aus belgischem Granit.
Im Zuge des Neubaus wurde auch das Dach des Klosters komplett neu eingedeckt. 2.500 m2 Tondachziegel der Sortierung Röben LIMBURG blau-grau liegen jetzt auf dem alten Gebäudeteil. Unterschiedliche Dachneigungen, vorspringende Giebel, und genau 67 kleine Gauben prägen die Dachlandschaft. Entschieden haben sich die Architekten für die Röben Dachziegel, weil sie sich Ton in Ton mit der Farbe der kunstvoll mit Schiefer bedeckten Gauben präsentieren. Die neueren Nebengebäude wurden mit 600 m2 Tondachziegel eingedeckt. Auf der nach Süden liegenden Dachfläche wurden Solarkollektoren für die Brauchwassererwärmung installiert.
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