Architekten: van den Oever, Zaajer & Partner, Amsterdam
Fassade: Röben Keramik-Klinker WESTERWALD bunt, glatt, Modulformat |
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| Die Architekten van den Oever, Zaaijer & Partner erhielten vom International Bureau of Fiscal Documentation (IBFD) in Amsterdam den Auftrag, ein neues „Library and Information Centre“ zu planen und zu realisieren. Entstanden ist ein Komplex aus drei Gebäudeteilen für die Bibliothek, die Dokumentation, das Besucherzentrum und Büros für die Mitarbeiter - unter einem Dach vereint. |
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Vielleicht liegt es an ihrem Firmensitz, das van den Oever, Zaaijer & Partner zu den „Stars“ unter den niederländischen Architekten zählen. Denn im ehemaligen Planetariumsgebäude in Amsterdams Südosten ist man den Sternen sicher näher, als die Mitbewerber. Seit 1990 gibt es das Architekturbüro, dass 60 Mitarbeiter beschäftigt, darunter 15 Architekten. Es werden die unterschiedlichsten Aufträge bearbeitet, das Spektrum reicht vom Städtebau bis zur Inneneinrichtung. Moderne, funktionelle und qualitativ hochwertige Architektur will man entwerfen und bei aller spannenden Architektur dazu kostenbewusst bauen.
Beim „IBFD“ ist Kostenbewusstsein sicherlich ein wichtiges Argument. Es ist eine Art „Welt-Steuer-Institut“, das sich länderübergreifend mit der Untersuchung von Steuern und Steuersystemen befasst. Es beliefert kleine Steuerbüros ebenso mit Informationen wie multinationale Konzerne, internationale Organisationen, Finanzministerien, Steuerbehörden und Universitäten in über 150 Ländern.
Eine der „Säulen“ des IBFD ist das „Library and Information Centre“. 30.000 Bücher und Veröffentlichungen, über 1.000 Zeitschriften, Lose-Blatt-Sammlungen, CD-ROMs und Online-Databases sowie Gesetzestexte und offizielle Dokumente zum Steuerrecht aus aller Herren Länder sind hier archiviert und einsehbar. Tausende von E-Mails und Telefonaten gehen hier jährlich ein und werden beantwortet. Den Besuchern der Bibliothek stehen ein großer Leseraum und 12 PC-Arbeitsplätze für ihre Recherchen zur Verfügung.
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| Hohe gläserne Fronten, gerahmt von geschlossenen Mauerwerksflächen. |
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Deutliche Gegensätze finden zusammen: Spiegelnde Glasflächen und großflächiges Mauerwerk, außen... |
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... und innen.
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Klassisch geordnet: Die Fensterreihen
in der rückseitigen Fassade. |
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So „undurchsichtig“ die Steuerregelungen in manchen Ländern auch wirken mögen, die IBFD-Bibliothek zeigt Transparenz, wartet mit klarer, orthogonaler Fassadengliederung und deutlichen Gegensätzen in Material und Architektursprache auf: An der Vorderfassade dominiert ein technischer Eindruck durch Stahl und Glas. Hier wirkt waagerecht gegen senkrecht, spielt großflächig glatt gegen linienhaft rau.
Die Fassade findet hier auf zwei Ebenen statt: Vorgelagerte Lamellen schützen die technisch und komplett gläsern wirkende Außenhaut dahinter. Die Lamellen gliedern die Fassade außerdem stark horizontal. Spannend dabei: Die Geschosse sind nicht klar ablesbar. Dies verleiht dem Gebäude eine großzügige Note.
Der Gang um das Gebäude hält eine Überraschung parat: Seiten- und Rückfassade sind in geschlossener Bauweise mit massiven Klinkerwänden realisiert - denn neben Stahl und Glas haben sich die „Star“-Architekten für ein „irdisches“ Material entschieden:
250.00 Röben Klinker WESTERWALD bunt, glatt im Modulformat wurden vermauert. Auch die Fenster finden in Form einer Lochfassade wieder in ihre archetypische Form zurück. 600 laufende Meter Fertig-Fensterbänke aus dem Röben-Fertigteil-Werk wurden eingesetzt.
Das Gebäude ist insgesamt „weitsichtig“ geplant, so wie es sich für ein Architekturbüro gehört, dass keine Horizonte kennt.
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