Der Kouershof in Jesteburg - Anspruchsvolle Wohnanlage im Grünen
 
   
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WOHNANLAGE

Röben Handstrich - Verblender WIESMOOR, kohle - rot


Architekten:
Olofsson, Wesslingund Partner , Hamburg



„Kouershof 2007“ steht auf der Bodenplatte links neben dem Eingang des Mehrfamilienhauses in der idyllischen Kleinstadt Jesteburg südlich von Hamburg. Hier,wo jetzt zwei Häuser mit je 8 Wohnungen mit Blick auf einen kleinen Teich und Wiesen liegen, stand bis zum letzten Jahr die große Scheune des gleichnamigen Hofes. Bauherr Hermann Kröger hat ihn bis vor sieben Jahren selbst bewirtschaftet. Als Niedersachse ist er bodenständig, aber Neuem gegenüber durchaus aufgeschlossen. Und so haben seine beiden Gebäude für Diskussionen gesorgt im Ort, denn sie sind anders als die Häuser drum herum, die mit Krüppelwalmdächern und Fachwerk den typischen Baustil der Gegend unterstreichen. Die „Mittelmeer-Villen“ werden sie von vielen Jesteburgern genannt. Mit ihrem flachen, um 8° geneigten Dach aus Zinkblech, den zum überwiegenden Teil raumhohen Fenstern, den großzügigen, sonnigen Terrassen und Balkonen würden sie auch im Süden einen guten Eindruck machen.

Bis zu acht Meter lange Öffnungen wurden mit Röben Fertigstürzen im Läuferverband überbrückt.




Nur eines lässt sich Hermann Kröger nicht nehmen - seinen Klinker. In den Plänen der Hamburger Architekten Olofsson, Wessling und Partner, die für den Entwurf verantwortlich zeichneten, ist die Fassade noch in Putz ausgeführt, so wie im Süden Europas durchaus üblich. Das änderte sich schnell, als die Buchholzer Groth-Bau GmbH den Auftrag als Generalunternehmen übernahm und an die Umsetzung der Pläne ging. Der dichte, alte Baumbestand auf dem
Grundstück und das eher raue Klima - rund 1.500 km nördlich des Mittelmeeres - sprachen für die Alternative aus gebranntem Ton. Kröger ließ sich schnell umstimmen und auch die Bedenken wegen der zunächst geringfügig höheren Investition in das zweischalige Mauerwerk waren mit Blick auf die zu erwartenden Folgekosten für eine Putzfassade schnell vom Tisch.

Die Entscheidung fiel nach der Begutachtung diverser Muster und einem Besuch im Röben-Werk für den Handstrich-Verblender WIESMOOR kohle-rot. Mit seinem markanten, rustikalen Farbspiel und der rauen, dicht gebrannten Oberfläche fügt er sich harmonisch in die Nachbarbebauung ein. Mindestens ebenso wichtig wie der Stein war die Erfüllung ganz spezieller Wünsche bezüglich der Fassade, die der Röben Planungs-Service erfüllen konnte. So fällt auf, dass es über den Tür- und Fensteröffnungen keine Grenadierstürze gibt. Die gesamte Fassade ist im Läuferverband ausgeführt. Zu beachten war dabei, dass auf der Nordseite des Gebäudes bis zu acht Meter lange Öffnungen zu überbrükken waren. Hier wurden drei Fensteröffnungen im Stück aus der Fassade ausgespart und die Zwischenräume mit Zinkblech ausgearbeitet. Die Öffnungen wurden von Röben mit Fertigstürzen mit je drei Läuferschichten überbrückt. Auch im Eingangsbereich und bei den Terrassen und Balkonen kamen Fertigteile zum Einsatz. Sie wurden zum Teil dreiseitig verkleidet, um ein möglichst geschlossenes Fassadenbild zu liefern.

„Wohnen im Grünen“. Hier hat dieser Begriff eine neue, hohe Wertigkeit bekommen.







Markant sind auch die eckigen Pfeiler im Eingangs- und Terrassenbereich. Sie sind nicht tragend und wurden konventionell ausgeführt. Sie dienen aber als Auflager für die dreiseitg verkleideten Stürze, die sich hier über Eck treffen und ebenso sauber wie unauffällig verankert werden mussten. Vom Generalunternehmer wird ausdrücklich die Flexibilität und das Know-how des Röben Planungs-Service genannt, der nicht nur frühzeitig auf konstruktive „Knackpunkte“ aufmerksam machte, sondern auch gleich die passenden Lösungen zur Hand hatte. So sind in enger Zusammenarbeit von Produzent und Generalunternehmer viele schöne Details entstanden. „Zeit ist Geld“ - dies gilt vor allem beim Bauen. Und so wurden nicht nur die großen Stürze, sondern auch die kleinen über den Kellerfenstern als Fertigteile geliefert. Die gewonnene Zeit, so die Firma Groth- Bau GmbH, hat man in Schönheit investiert.


Das sahen wohl auch die Jesteburger so:

Die hochwertigen Mietwohnungen waren schon während der Bauphase heiß begehrt. Ihre Bewohner, überwiegend Jesteburger, fühlen sich jetzt wie im Urlaub - auch wenn der Blick nicht aufs Mittelmeer, sondern auf die Seeve-Niederungen und einen idyllischen Fischteich fällt…