Modernes Wohnen - hanseatisch gediegen: Wohnanlage am Volksdorfer Damm in Hamburg
 
   
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WOHNANLAGE AM VOLKSDORFER DAMM IN HAMBURG

Röben Verblender GREETSIEL, friesisch - bunt

Architekten Planungsgruppe Nord ,

Dipl. - Ing. Dieter J. Glienke,
Dipl. - Ing. OlafBielenberg


 
„Gediegen“ sagt der Hamburger, wenn er etwas Wertiges, Solides beschreibt. So sieht auch Dieter J. Glienke, Dipl.-Ing. und Architekt der Hamburger „Planungsgruppe Nord“, die Wohnungsbebauung seines Architektur-Büros am Volksdorfer Damm. Dem Stil der Hamburger Walddörfer entsprechend hat man hier Wert auf Qualität und Dauerhaftigkeit gelegt.

40 Mietwohnungen mit drei und vier Zimmern und 72 bis 106 m2 Wohnfläche in gehobenem Standard sind auf dem Grundstück der evangelischen Kirchengemeinde Volksdorf entstanden. Dazu ein Kindergarten und eine kleine Kapelle. Bauherr ist die der Kirche nahe stehende „Wichern Baugesellschaft“.
Das Grundstück liegt inmitten eines Grünzuges, der von Villen und Einfamilienhäusern begleitet ist. U-Bahn und Einkaufszentrum sind nur wenige Minuten entfernt.
Klare Formen, solide Bauweise, hochwertige Materialien innen wie außen und großzügig geschnittene Räume: Stadtnahes Wohnen mit hoher Lebensqualität.
Parallel zur Straße läuft die längste Wohnzeile mit drei Geschossen und insgesamt vier Eingängen; zurückgesetzt auf dem spitz zulaufenden Grundstück liegt ein weiteres Haus mit zwei Eingängen und ein allein stehendes Gebäude mit einem zusätzlichen Staffelgeschoss. Ihre moderne Bauform hat sich letztendlich aus der neuen Sachlichkeit des Bauhauses entwickelt, mit klaren Formen: Hier steht wirklich noch Wand auf Wand, Fenster über Fenster, Öffnung über Öffnung.


Die Qualität der Architektur drückt sich auch in den Baumaterialien aus. So ist die Fassade komplett mit dem Röben-Verblender GREETSIEL, friesisch-bunt ausgeführt – der Bauherr hat nicht, wie es gern aus
Kostengründen gemacht wird, ein großflächiges Wärmedämmverbundsystem gewählt. „Qualitativ ist dies auf Sicht gesehen etwas Solides, eine Noblesse, eine Qualität, die sich auch in den Materialien ausdrückt“, so die Architekten, „passend zur Umgebung“.
Im Bereich der Loggien sind die Stoßfugen der Fassade weit zu einem Lochmuster geöffnet. Was auf den ersten Blick fast wie „Kunst am Bau“ wirkt, hat einen funktionalen Grund. Hier dient der Verblender als „akustisches Material“, das den Schall, der vom gegenüberliegenden Hockeyplatz herüber dringen könnte, schluckt. Die Notwendigkeit dieser Schallschutzmaßnahmen wurde in eine optische, bauliche Qualität umgesetzt. Dies findet sich auch in den Schallschutzwänden, die Giebelseitig angeordnet wurden. Sie wurden durch Strukturierungen ebenfalls „kunstvoll“ herausgehoben.
Die Qualität setzt sich im Inneren des Gebäudes fort. Bodenhohe Fenster sorgen für helle Wohnungen, trotz des alten, hohen Baumbestandes, der
die gesamte Anlage fast wie ein Wald umgibt. Die Bäder und Küchen sind mit Jura-Marmor belegt, die Wohnungen haben Vollparkett und auf den großen Balkonen kann sich eine ganze Familie sonnen. Wenn man die Türen öffnet, kann man von Osten nach Westen „durchwohnen“. In den Wohnraum kann das Licht voll hineinströmen, während der Schlafraum durch die vorgelagerte Loggia abgeschattet wird. Die Geschosshöhe von 3 m sorgt für Großzügigkeit.

Entstanden ist hochwertiger Wohnraum, der auch Nachbarn aus den Villen der Umgebung zum Mieten einlädt, wenn z.B. Haus und Garten zu groß und arbeitsaufwändig geworden sind. Das Leitmotiv der Planungsgruppe Nord lautet: „Wir machen das Schwierige einfach - auch wenn das Einfache schwierig zu machen ist“. Hier ist es perfekt gelungen und nicht verwunderlich, zählt doch zu den zahlreichen Auszeichnungen in der Geschichte des Büros auch der „Deutsche Städtebaupreis“.
Lochmuster und horizontale Mauerstreifen in Einzelbereichen der Ziegelfassade: Effektiver Schallschutz und optischer Reiz.