Am Wasser gebaut – die „Strandburg“ auf Fehmarn
 
   
zurück
   
Architekten: HT-Wohnbau GmbH, Kleve
   
Konsequenz in Weiß – die „Strandburg“ auf Fehmarn im nordischen Look: Röben Verblender DURHAM NF weißverfugt. Krönenden Abschluss bildet das vollkeramische Dach, eingedeckt mit Röben NEUMARKT Flachdachziegeln Fläming kupfer-rotbraun.
    

Ein Klima fast wie im Bilderbuch: „Maritime Frischluft, viel Sonne und wenig Regen“, so heißt es im Katalog über die Ostsee-Insel Fehmarn. Und in der Tat, mit nahezu 2.000 Sonnenstunden pro Jahr kommt dem zwischen Kieler, Mecklenburger und Lübecker Bucht gelegenen und rund 185 km2 großen Eiland zweifellos eine klimatische Sonderstellung in Norddeutschland zu.

Durch den 1,5 Kilometer breiten Fehmarnsund wird

die Insel vom schleswig-holsteinischen Festland, durch den rund 20 Kilometer breiten Fehmarn-Belt von der dänischen Insel Lolland getrennt. Der größte Ort auf Fehmarn ist Burg. Mit seinen kleinen alten Häusern finden die Besucher hier genau das richtige Flair für einen kleinen Einkaufsbummel oder einen gemütlichen Biergartenabend in lauer Sommernacht vor. Nur wenige Minuten vom Ortskern entfernt liegt die Südstrandpromenade – eine schmale Landzunge, die neben einem langgestreckten Sandstrand, einem Yachthafen und einer Segelschule auch das vor kurzem errichtete Appartementhaus „Die Strandburg“ beherbergt. Um die Attraktivität der Promenade zu erhöhen, bietet das weiß verklinkerte Gebäude neben 12 Wohnungen und Appartements auch einige kleine Läden sowie Erlebnis-Gastronomie im Erdgeschoss. Auf der Nordseite stehen außerdem ausreichend Pkw-Stellplätze zur Verfügung. Um einen deutlichen Kontrast

zu den umgebenden Hoteltürmen zu bilden, hat der im niederrheinischen Kleve ansässige Architekt und Bauherr Heinrich Thelosen die „Strandburg“ als Gebäude-Ensemble aus verschiedenen gebirgsartig ineinander verschachtelten Baukörpern mit einem innenliegenden Hof ausgebildet, die das Haus geschickt in die natürliche Umgebung eingliedern: Die beiden sechsgeschossig ausgebildeten Volumen wenden sich zum Strand im Süden, zu den Freizeitanlagen im Osten sowie zum nördlich gelegenen Hafen, die kleineren, jeweils dreigeschossigen Volumen sind nach Westen hin ausgerichtet. Ebenso intelligent zeigt sich auch die Aufteilung im Inneren der „Strandburg“: Die exklusiv ausgestatteten Wohneinheiten zeichnen sich durch starken Lichteinfall und großzügige Raumaufteilung aus. Von den Wohnungen in Süd-Ausrichtung kann man über die Promenade direkt auf die rauschenden Wellen der Ostsee schauen, die Ost-/West-Wohnungen gewähren spannende Einblicke auf das Treiben im Yachthafen.

Als Bau-Auflage sind in Burg helle Außenwände vorgeschrieben ? eine Vorgabe, die den Vorstellungen von Heinrich Thelosen sehr entgegenkam: ?Von Anfang an hatten wir vor, ein freundliches Appartementhaus zu errichten, das sich harmonisch in die Landschaft sowie die regionale Architektur einfügt und seine Wirkung vor allem durch seine Schlichtheit erzielt?, berichtet der Architekt über die Grundgedanken seines Entwurfs. Die strahlend weißen Ziegelfassaden und Balkone kombiniert mit blau gerahmten Fenstern, verzinkten Gauben und rotbraunen Tondachziegeln geben der ?Strandburg? ein helles und einladendes Gesicht mit deutlich maritimen Charakter.

Bei der Suche nach einem geeigneten Klinker hat sich Heinrich Thelosen für den Röben Verblender DURHAM im Normalformat entschieden, ein weißer Keramik-Klinker, der aus dem berühmten Westerwälder Ton geformt und in einem speziellen Verfahren veredelt wird. „Mit seiner individuellen, sandig-porösen Oberfläche entspricht er exakt dem Klima hier auf der Insel“, begründet der Architekt seine Wahl. „Außerdem sind die Klinker äußerst unempfindlich gegen die an der Ostsee sehr salzhaltige Luft.“ Ein deutlicher Vorteil, denn auf die Beständigkeit anderer Materialien, insbesondere auf Betonstein, hat die Einwirkung von Salz einen sehr negativen Einfluss. „Ein weiterer Grund für die Wahl der Röben Keramik-Klinker lag in der gleichmäßigen und gleichbleibenden Farbgebung“, berichtet Heinrich Thelosen. „Schließlich soll die ,Strandburg‘ auch in zwanzig Jahren noch so weiß strahlen wie nach der Fertigstellung.“ Um den hellen Charakter des Gebäudes noch hervorzuheben, wurden die im wilden Verband gemauerten Fassaden der „Strandburg“ zusätzlich weiß gefugt.

Auch bei der Eindeckung der unterschiedlichen Dachformen hat sich Heinrich Thelosen für ein Produkt von Röben entschieden: Für sämtliche Giebel-, Pyramiden- und Terrassendächer der „Strandburg“ wurde der NEUMARKT Flachdachziegel Fläming kupfer-rotbraun verwendet, der sich aufgrund seiner besonderen Doppelverfalzung bereits auf Dächern ab 18° Neigung ohne Zusatzmaßnahmen sicher verlegen lässt. Auch die Eindeckung des exklusiven „Turmzimmers“ im sechsten Geschoss, dem weithin sichtbaren Zeichen der „Strandburg“, gelang also ohne Probleme.