Neue Dimensionen – die „Hörn-Passage“ in Flintbek
 
   
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Architekt: Rolf Bischof, Flintbek
   
Röben Handform-Verblender FORMBACK, rot-braun buntgeflammt, Format NF. Verblendstürze, Fensterbänke und Mauerwerksabdeckungen als Fertigbauteile. Röben Pflasterklinker buntgeflammt.
   

Der kleine Ort Flintbek befindet sich auf halber Strecke zwischen Neumünster und Kiel – eine überaus reizvolle Gegend, die landschaftlich vor allem durch ihre Lage zwischen dem Naturpark Westensee und der Holsteinischen Schweiz geprägt wird. Direkt gegenüber dem Bahnhof des Ortes, wo bis vor zwei Jahren noch zwei alte Silotürme das Bild beherrschten, wurde vor wenigen Monaten die neue „Hörn-Passage“ fertiggestellt – ein intelligent komponiertes Gebäude-Ensemble, das sich mit seiner backsteinernen Fassade sensibel in die umliegende Bebauung einfügt. Neben einer Einkaufspassage und einem großen Fitness-Studio bietet der Neubau insgesamt 19 Zwei- und Dreizimmer-Wohnungen mit Grundflächen zwischen 64 und 83 m2.

Das auf dem Eckgrundstück zwischen den Straßen Kätnerskamp und Müllershörn gelegene Einkaufszentrum besteht aus drei verschiedenen Baukörpern, die durch Treppenhäuser und Laubengänge miteinander verbunden wurden. Nach Norden hin reicht das Gebäude-Ensemble in den Müllershörn hinein, vor der zum Bahnhof hin gelegenen Eingangsfront, die vor allem durch zwei durchgehend
verglaste Mittelrisaliten bestimmt wird, wurde eine offene, inzwischen als Marktplatz genutzte Freifläche geschaffen.

Im Inneren des neuen Einkaufszentrums steht den Besuchern eine 80 Meter lange Einkaufspassage zur Verfügung, die sich über das gesamte Erdgeschoss des Gebäudes erstreckt. Auf einer Verkaufsfläche von insgesamt 1.200 m2 haben sich zwölf Geschäfte und ein Restaurant mit Biergarten angesiedelt. „Mit dem Neubau sollte der Ortskern von Flintbek nicht nur ein repräsentatives Gebäude, sondern endlich auch einen städtebaulichen Mittelpunkt erhalten, der Raum zum Bummeln und Verweilen bietet“, beschreibt der vor Ort ansässige Architekt Rolf Bischof den zentralen Planungsgedanken. In den beiden darüberliegenden Ebenen der „Hörn-Passage“ liegen neben zwei Gewerberäumen und einem auf zwei Ebenen angesiedelten, rund 500 m2 großen Fitness-Studio auch zwölf Zwei- und Dreizimmerwohnungen. Weitere sieben Appartements befinden sich im leicht zurückgesetzten und lediglich verputzten Dachgeschoss des Gebäude-Komplexes.

Bei der Suche nach einem geeigneten Klinker für die Außenhülle hat sich der Architekt für den Röben Handform-Verblender FORMBACK rot-braun buntgeflammt im Normalformat entschieden. Durch die rauhen und unregelmäßigen Kanten des Verblenders haben die Fassaden der „Hörn-Passage“ eine ausdrucksstarke Lebendigkeit erhalten – ein Eindruck, der durch die Vermauerung im wilden Verband und den leuchtenden Kontrast zu den blau gerahmten Fenstern und den verzinkten Regenrinnen noch unterstützt wird. „Jeder einzelne Ziegel ist ein charakteristisches Einzelstück mit ausgeprägter rustikaler Form“, erklärt Rolf Bischof. „Fast so, als

   
Die Röben Handform-Verblender FORMBACK mit ihren unregelmäßigen Kanten und dem rot-braun buntgeflammten Farbspiel geben der Fassade eine ausdrucksstarke Lebendigkeit.
wären sie von Hand gemacht.“ Um ein möglichst einheitliches Straßenbild zu schaffen, hat sich Bischof auch bei der Gestaltung des Marktplatzes für Klinker entschieden: „Der Röben Pflasterklinker rotbraun buntgeflammt harmoniert hervorragend mit den Verblendern für die Fassade“.
Exklusive Bodenkeramik RÖBENRELIEF, Modell C 01, granit-anthrazit. Die optischen Strukturen verändern sich durch die Bewegung des Betrachters in immer wechselnde Bilder.

Besonders viel Sorgfalt wurde auf die Innengestaltung der Einkaufspassage verwandt. Bei seiner Suche nach einem strapazierfähigen, aber gleichzeitig eleganten Bodenbelag stieß er schließlich auf die exklusive Bodenkeramik aus der Design- Kollektion RÖBENRELIEF. Die unterschiedlichen Figuren der Reihe wurden durch das Designerteam Bernhard Strecker und Maruxia García entworfen und entwickeln durch ihr flaches, seidig glänzendes Relief fast unmerklich eine dritte Dimension des Bodens. „Es ist immer wieder interessant, zu sehen, wie sich die Struktur des Bodens mit dem Licht verändert“, berichtet Rolf Bischof begeistert. „Am meisten hat mir dabei das Modell C 01 anthrazit gefallen, weil es durch seine Linienführung geschickt die sich kreuzenden Wege der Passanten widerspiegelt.“ Um Grenzen und Kontraste innerhalb der „dreidimensionalen“ Fläche zu schaffen, wurden zusätzlich auch die Röben Bodenfliesen BALTRUM weiß, hellgrau und anthrazit eingesetzt.