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Fenster und Türen
Beim Umkleben von Fensteröffnungen muss berücksichtigt werden, dass die Fensterbreite durch die Winkelriemchen in der Leibung ca. 3 cm schmaler wird. Die Grenadierschicht muss rechts und links mit einer Fuge beginnen.
Mit Wasserwaage und Bleistift wird eine Fuge und dann die fortlaufende Grenadierschicht (Riemchenbreiten und Fugen) angezeichnet - Voraussetzung für exaktes Arbeiten. Damit die Bleistiftstriche nicht vom Kleber verdeckt werden, wird der Kleber mit dem Handspachtel direkt auf die Riemchen aufgetragen.
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Beispiel:
Lichte Breite = 134 cm
2 x 1,6 cm = 3,2 cm (für die Schichtdicken der Riemchen links und rechts
in der Leibung)
134 cm - 3,2 cm = 130,8 cm (tatsächliche Öffnung)
Von diesem Maß ist die äußere rechte Fuge der Grenadierschicht abzuziehen, bevor das Schichtmaß ermittelt
wird.
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Maßaufteilung für die Grenadierschicht
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Abb. 16 Ein klassischer 5/4 - Sturzverband
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1. Schichtmaße einteilen
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| Die Brüstungen, Fensterhöhen und die Bereiche darüber werden in Schichtmaße eingeteilt, die entsprechend dem gewählten Riemchen-Format aufeinander abzustimmen sind. Es ist ratsam, zunächst mit der Einteilung und dem Kleben der Riemchen an den Stürzen der Fenster und Türen zu beginnen. |
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Abb. 2 Kleberauftrag im" Floating/Buttering-Verfahren" für Winkelriemchen
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2. Fensterstürze
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| Da die vorhandenen Leibungs- und Sturzmaße in den seltensten Fällen den normierten Steinmaßen entsprechen, wird man immer darauf angewiesen sein, den Verband anzupassen. Dabei sollte möglichst ein Viertelstein-Verband angestrebt werden. Hier haben wir einen klassischen 5/4 - Sturzverband dargestellt (Abb. 1). Die Schichtmaße werden dann direkt auf die Mauerecken übertragen. |
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Abb. 3 Setzen der Flächenriemchen mit Hilfe einer Schnur
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3. Ecken kleben
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Nach der Einteilung der Schichthöhen werden die Winkelriemchen an den Außenmaßen gesetzt. Hierfür empfehlen wir das "Floating/Buttering-Verfahren", um insbesondere die Vollfugigkeit der Mauerecken zu gewährleisten. "Floating" beschreibt den Auftag des Klebers mit der Zahnkelle (Mittelbett) auf den Untergrund. Mit "Buttering" ist gemeint, dass die Rückseite des Riemchens zusätzlich mit Kleber mittels einer normalen Kelle oder eines Spachtels ca. 1 - 3 mm dick beschichtet wird (Abb. 2 und 3).
Um einen perfekten optischen Eindruck einer gemauerten Ziegelwand zu erzielen, sollten grundsätzlich die Flächenriemchen so geklebt werden, dass in Innenecken eine durchgehend steigende Fuge entsteht (Abb. 4). |
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Abb. 4 Saubere Innenecken aus Flächenriemchen
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4. Flächen kleben
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Zuerst sollte die Art des Mauerverbandes bestimmt werden. Sind die Gebäudemaße vorgegeben, wie bei der Renovierung, empfiehlt sich der sogenannte "wilde" oder "freie" Mauerwerksverband. Das ein Viertelstein-Verband, bei dem, auf einen Quadratmeter Wandfläche verteilt, etwa fünf "Köpfe" (so werden die Stirnseiten des ganzen Ziegels genannt) eingearbeitet werden. Um diesen Eindruck mit den Riemchen nachzuempfinden, wird es mit der Flex oder einer Säge geschnitten und als "Kopf" in den Verband gesetzt (Abb. 5).
Die optimale Haftzugfestigkeit der Riemchen auf dem Untergrund wird von der Qualität des Klebers beeinflusst, insbesondere aber durch die Vollfugigkeit des Mörtelbettes. |
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Abb. 5 Die Riemchen sind vollständig in den Kleber eingebettet
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