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Unter einem Dach: Familienzentrum Lüneburg

Südwestlich angrenzend an die Lüneburger Altstadt ist das „Familienzentrum Plus“ eröffnet worden. Verklinkert wurde das Gebäude mit einer Sondersortierung des Röben Handstrichziegels WIESMOOR kohle-weiß.

 

Die in dieser Form bislang einzigartige Einrichtung verbindet eine Kindertagesstätte der evangelischen St. Michaelis-Gemeinde mit betreuten Wohnungen für minderjährige Mütter mit ihren Babys oder Kleinkindern sowie einem diakonischen Beratungs- und Betreuungsangebot. Komplettiert wird das Konzept durch ein Elterncafé und einen Second-Hand Laden.

Aus dem beschränkten Wettbewerb zur Planung des Neubaus war das Hamburger Architekturbüro pmp Architekten Padberg & Partner als Sieger hervorgegangen.

Gefordert war eine Gebäudeform, die Schutz und Geborgenheit vermittelt. Gleichzeitig sollte eine überzeugende städtebauliche Lösung im Übergang zwischen einer Hochhaussiedlung aus den 1970er-Jahren und einer rückwärtig angrenzenden Einfamilienhausbebauung erreicht werden. So entwickelten die Planer einen viertelkreisförmigen Klinkerbau, der den Verlauf der Straße Am Weißen Turm aufgreift und dabei von seinen Stirnseiten bis zum Scheitelpunkt terrassenförmig von ein auf drei Geschosse aufsteigt. Der zentral platzierte Haupteingang aus Glas erlaubt bereits von der Straße aus den Durchblick in den grünen Innenhof. Zusätzlich belebt wird die charakteristische Gebäudeform durch unterschiedlich große, fast durchgehend quadratische und teilweise leicht vorstehende Fenster.

Um einen Bezug zur nahe gelegenen Altstadt von Lüneburg mit ihrer beeindruckenden Backsteingotik herzustellen und dabei die Chance zu nutzen, den heterogen bebauten Standort wieder an das Zentrum anzubinden, lag die Verwendung von Klinkern zur Ausbildung der Fassaden auf der Hand: „Das traditionelle, im Stadtbild überall vorhandene Dunkelrot wäre an dieser Stelle aber viel zu massiv gewesen“, erklärt Architektin Elinor Schües. „Stattdessen haben wir nach einem hellen Stein mit einer handwerklich changierenden Farbigkeit gesucht, der das lange Gebäude belebt und der gleichzeitig auch eine haptische Qualität für die Kinder im Gebäude bietet.“

Der entsprechend dem Anforderungsprofil gewählte Röben Handstrich-Verblender WIESMOOR kohle-weiß im Normalformat unterstreicht die helle und freundliche Ausstrahlung der Architektur und trägt so dazu bei, dass sich Jung und Alt auf Anhieb hier zuhause fühlen. Um den rohen, handwerklichen Charakter der Steine hervorzuheben, wurde das Mauerwerk im Wilden Verband ausgebildet. Ein weiteres gelungenes Detail ist die gestalterische Betonung der Geschossebenen durch eine Grenadierschicht mit vertikal gemauerten Steinen, die so den horizontalen Charakter der geschwungenen Gebäudeform unterstreicht. Für ein besonders gutes, vollfugiges Mauerwerk und einen zügigen Baufortschritt wurde die Verblendschale in einem Arbeitsgang im sogenannten Fugenglattstrich hergestellt - der Mauermörtel ist also gleichzeitig auch der Fugenmörtel.



Evangelisch-diakonisches Familienzentrum, Lüneburg
Planung: pmp Architekten Padberg & Partner, Hamburg
Ausführung: Tillmann Bau GmbH, Bleckede
Fotos: Enno Friedrich, Lüneburg
BRICK-DESIGN® Sondersortierung auf Basis des
Röben Handstrich-Verblenders WIESMOOR kohle-weiß



Handstrichziegel WIESMOOR kohle-weiß NF

WIESMOOR

kohle-weiß
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