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Ministerpräsident Kurt Beck eröffnet neues Klinker-Werk in Bannberscheid/Westerwald

Mit dem berühmten Druck auf den „roten Knopf“ haben der Rheinland-Pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck und Röben Geschäftsführer Wilhelm-Renke Röben am 16. Februar das neue Röben Klinker-Werk in Bannberscheid bei Montabaur (Westerwald) offiziell eröffnet. „Es ist eine stolze Leistung eines Familien-Unternehmens, hier in dieser Größenordnung zu investieren“, würdigte Kurt Beck das Engagement der Röben Tonbaustoffe GmbH.
 
„Durch diese Investition ist ein Zeichen gesetzt worden“, so Beck. „dass die hervorragenden Rohstoffe im Westerwald, die Fähigkeit der Menschen und die große Tradition im Bereich der Keramik auch in dieser Zeit zu Investitionen führen. Und es ist klar geworden, dass der Westerwald ein sicherer Standort für die Produktion von Ziegeln ist - darüber bin ich froh“.

Von Geschäftsführer Wilhelm-Renke Röben ließ er sich ausführlich über das Unternehmen informieren, das 14 Werke in Deutschland, Polen und den USA betreibt. Auf dem Rundgang durch das modernste Klinkerwerk Europas bedankte er sich für die Investitionsbereitschaft der Fa. Röben, die damit nun schon zum zweiten Mal eine Großinvestition im Westerwald tätigt. Besonders interessierte sich der Ministerpräsident für die Energieeinsparungen, die im Produktionsprozess des neuen Werkes erreicht werden. Geschäftsführer Wilhelm-Renke Röben erläuterte, dass durch die moderne Technik rund 25% weniger Energie als im alten Werk verbraucht werde.


Neues Werk mit bewährter Mannschaft
In seiner Rede an die Belegschaft und die Gäste hob Beck das unternehmerische Engagement der Fa. Röben und die große Unterstützung durch die 48 Mitarbeiter hervor, mit deren Hilfe das neue Werk in nur neun Monaten Bauzeit entstehen konnte.

Schon seit 1970 produziert Röben hier Klinker für den deutschen und europäischen Markt. Über die Jahrzehnte wurde die Technik immer wieder den wachsenden Standards angepasst. Anfang letzten Jahres hatte man dann „grünes Licht“ für den Bau einer komplett neuen Anlage gegeben, die in nur neun Monaten Bauzeit errichtet wurde. 48 Mitarbeiter sind in Bannberscheid beschäftigt.

Der hochwertige Westerwälder Ton garantiert die Produktion von Klinkern und Riemchen in allerbester Qualität. Davon konnte sich Kurt Beck beim Werksrundgang überzeugen. Ralf Borrmann, Röben Geschäftsführer für den Bereich Technik, und Werksleiter Stefan Daun  führten den Ministerpräsidenten durch die rund 25.000m² große Anlage – ein kleiner Kurs in „Ziegelkunde“. Da die „Einfahrphase“ der Maschinen und des Ofens mit umfangreichen Testläufen schon Anfang Dezember begonnen hatte, werden ab sofort Klinker und Klinker-Riemchen als verkaufsfertige Ware produziert.


Wiedereinführung der Eigenheim-Zulage
Die Röben Gruppe betreibt in Deutschland, den USA und in Polen insgesamt 14 Werke für die Produktion von Klinkern, Riemchen, Tondachziegeln, Bodenkeramik und Poroton Hintermauerziegeln. Den Neubau in Bannberscheid sieht Röben als klares Bekenntnis zum Standort Deutschland, in den man auch weiterhin investieren will. Im Hinblick auf die Wirtschaftskrise und den stark rückläufigen Markt appellierte Röben jedoch an den Ministerpräsidenten, die Bauindustrie durch die Wiedereinführung der Eigenheimzulage zu stärken und so Bauwilligen einen schnell umsetzbaren Anreiz zu geben. Die positiven Auswirkungen der Riester-Förderung griffen viel zu spät, meinte Röben im Gespräch mit Kurt Beck.


Senkung der Energiekosten um fast 25%
Durch die moderne Produktion und die Senkung der Energiekosten um rund 25% will Röben seine Wettbewerbsfähigkeit stärken und den Standort des Werkes in Bannberscheid langfristig sichern. „"Wir haben im Westerwald erstklassige Rohstoffe und eine Mannschaft mit exzellentem Know-How"“, so Wilhelm-Renke Röben. „"Das neue Werk garantiert unseren Kunden eine optimale Qualität und uns erheblich mehr Flexibilität bei der Produktion."“

Die Kapazität wurde den heutigen Marktbedingungen angepasst und liegt mit einer Stückzahl von 18 Mio. NF Keramik-Klinkern pro Jahr unter der bisherigen Größenordnung. Statt zwei Öfen gibt es einen, dafür drei statt zwei Produktionslinien. Hinsichtlich der Oberflächen, Farben und Abmessungen wird die Produktpalette künftig erweitert.

Die Produktionskapazität von Klinker-Riemchen erhöht sich auf 20 Mio. Stück pro Jahr. Hier sieht sich Röben für die zunehmende Nachfrage im Bereich der Sanierung, vor allem mit Wärmedämm-Verbundsystemen für die Zukunft gut gerüstet.


Mehr Qualität und Flexibilität
Röben setzt mit seinem neuen Werk, in dem drei Produktionslinien mit Keramik-Klinkern, Riemchen und Pflasterklinkern gefahren werden können, auf Qualität und Flexibilität. Ein 200 Tonnen Ton fassender, sog. Großraum-Beschicker hält als flexibler Speicher unterschiedliche Massen bereit, mit denen unabhängig von der laufenden Sumpfhaus-Versorgung kleine Chargen mit anderen Tonen eingeschoben werden können. Es gibt vier statt bisher zwei Ofenwagen-Gleise, einen Trockner mit 16 Kammern und genügend Hallenfläche zum Zwischenlagern von Ziegelrohlingen für verschiedene Farben vor dem Brand.

Strengste Sauberkeit der Rohstoffe ist die Voraussetzung, um eine optimale weiße Klinkerqualität zu gewährleisten. Kernstück der Anlage ist der 172 Meter lange Ofen. Er ist auf eine Maximaltemperatur von 1.320 ausgelegt - selbst Granit würde eine solche Temperatur nicht überstehen. Insgesamt sind 96 Ofenwagen im Einsatz. Rund 165.000 Klinker können auf 45 dieser Wagen in einem Durchgang (55 Stunden) im neuen Ofen gebrannt werden.
Um eine möglichst gleichmäßige Brennqualität zu erzielen, werden maximal sieben Lagen auf den Ofenwagen gestapelt. Seiten- und Deckenbrenner sorgen für eine gleichmäßig hohe Temperatur auf allen Ebenen. Dies garantiert beste Maßhaltigkeit und eine optimale Farbbildung der Produkte. Röben will in seinem neuen Werk Bannberscheid vor allem Klinkerriemchen produzieren. Dafür wird der Ton in einer Spezialpresse flach auf die Stärke von wahlweise 9, 14 oder 18 mm extrudiert und dann in einer Lage exakt und sauber geschnitten. Die gesamte Anlage stammt von dem deutschen Hersteller Keller HCW aus Ibbenbüren.

Beste Qualität, eine große, interessante Produktpalette und eine motivierte, flexible Außendienst-Mannschaft mit einem großen Beratungspotenzial – damit sieht sich Röben für die Zukunft gut gerüstet. 24 eigene Repräsentanten sind in ganz Deutschland unterwegs und bieten eine Ziegel-Produktpalette vom Boden bis zum Dach aus einer Hand.


Familienunternehmen mit über 150 Jahren Tradition
Röben ist ein Familienunternehmen mit Hauptsitz im friesischen Zetel zwischen Oldenburg und Wilhelmshaven. In den über 150 Jahren seines Bestehens hat es sich von der Landziegelei zu einem großen, internationalen Keramik-Hersteller entwickelt. In Deutschland produziert Röben in sieben Werken in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Brandenburg ein umfangreiches Sortiment an Klinkern, Tondachziegeln, Klinkerplatten und Poroton-Ziegeln. In North Carolina/USA betreibt Röben mit seiner Tochtergesellschaft Triangle Brick vier große Werke für Verblender. In Polen, einem klassischen Ziegelland mit hervorragenden Tonvorkommen, hat Röben 1995 und 1996 in Neumarkt bei Breslau jeweils ein modernes Klinker- und Dachziegelwerk gebaut. 2005 entstand hier ein weiteres Tondachziegelwerk.

Umfangreiche Investitionen in Deutschland
Röben investiert auch in Zeiten einer schwächeren Baukonjunktur kontinuierlich. Die Werke werden immer den neuesten technischen Entwicklungen angepasst. Vor dem Neubau in Bannberscheid wurde bereits im Oktober 2006 im Klinkerplattenwerk am Stammsitz Zetel ein neuer 120 Meter langer Rollenofen in Betrieb genommen. Dafür wurde die vorhandene Halle erheblich erweitert. Innovative Anlagentechnik und optimierte Wärmekreisläufe senken den Energieverbrauch deutlich. Die Kapazität des Werkes stieg um rund 30%.

Im April letzten Jahres wurde auf dem Gelände der Röben-Zentrale in Zetel das neue „Klinker-Forum“ eröffnet. Mit dem Pavillon und dem angeschlossenen Architekturgarten ist ein repräsentatives Ausstellungs-Zentrum entstanden, in dem sowohl die traditionelle als auch die innovative Klinkerarchitektur ein Diskussions- und Innovationsforum hat. Architekten und Unternehmen aus dem In- und Ausland wird hier das gesamte Spektrum der Röben Produktpalette und Dienstleistung präsentiert.




17. Februar 2009


23.06.2017 05:16:03 – http://www.roeben.com/de/roben-international/roben-blog/der-roben-blog-neues-vom-ziegel/ministerprasident-kurt-beck-eroffnet-neues-klinker-werk-in-bannberscheid-westerwald_6_33.html
© Röben Tonbaustoffe GmbH
Ministerpräsident Kurt Beck und Geschäftsführer Wilhelm-Renke Röben starten die neue Produktionsanlage Ministerpräsident Kurt Beck lässt sich die Produktion der berühmten Röben-Klinker erläutern. Ministerpräsident Kurt Beck prüft den Tonstrang im neuen Röben Klinkerwerk, der sich allein durch den hohen Pressdruck erhitzt. Ministerpräsident Kurt Beck und Wilhelm-Renke Röben (Bildmitte) mit den Mitarbeitern des neuen Röben Klinkerwerkes - dem modernsten Europas. Auf mehreren Produktionslinien laufen diverse Verarbeitungsprozesse gleichzeitig.