Freie Sicht auf die Alpen – Wohnanlage in Altdorf (CH)

Auf dem Gelände einer ehemaligen Schreinerei, gelegen in der kleinen schweizerischen Gemeinde Altdorf, trifft der Blick seit wenigen Monaten auf eine hochwertig verklinkerte Wohnanlage. Das nach Plänen des vor Ort ansässigen Büros Germann & Achermann errichtete Projekt ist Teil einer umfangreichen Quartierserneuerung im Bereich der Hellgasse.

 

Auf vier bis sechs Ebenen sind 14 exklusive Eigentumswohnungen mit Wohnflächen zwischen 96 bis 134 Quadratmetern entstanden. Sämtliche Einheiten sind mit kleinen Terrassen bzw. luftigen Balkonen ausgestattet, zusätzlich steht eine Tiefgarage mit 25 Stellflächen im teilweise unterirdisch gelegenen Erdgeschoss zur Verfügung.

 

Ausgehend von dem schmalen, leicht abschüssigen Grundstück und der zur Hellgasse in Richtung Nordosten eng angrenzenden Nachbarbebauung entwickelten die Planer einen schlanken viergeschossigen Baukörper, dessen Erdgeschoss zur Gartenseite weitgehend im Erdreich liegt. Zur Straße hin präsentiert sich der Neubau mit einer abwechslungsreich geöffneten Lochfassade, die Gartenseite wurde im Kontrast mit großflächigen Glasfronten ausgebildet. Zusätzlichen Raum bietet das mittig auf dem Baukörper aufgesattelte Volumen, das auf zwei Ebenen zwei luftige Penthouse-Wohnungen mit freiem Panorama-Ausblick auf die umgebende Alpenlandschaft bietet.

 

„Die abgebrochene Schreinerei war Anfang des 20. Jahrhunderts mit Fassaden aus böhmischen Klinkern errichtet worden“, berichtet Projektarchitekt Max Germann. „Südlich angrenzend entstanden dann zur Mitte des 20. Jahrhunderts weitere große Industriebauten mit Backsteinfassaden. Mit der Wahl des Materials Klinker haben wir uns also ganz direkt auf den Standort bezogen.“ Ähnliches gilt auch für das aufgesattelte Volumen: „Der Neubau hat einen Nachbarbau, der demselben Gesamtprojekt angehört, und bei dem sich das Turm-Motiv wiederholt. Ganz bewusst wollten wir damit an die spätmittelalterliche Stadt erinnern, in der es hier zahlreiche Turmbauten gab. Zugleich vermitteln die Aufbauten zwischen dem kleinmaßstäblichen Ortskern und der Großmaßstäblichkeit des angrenzenden Industriequartiers.“

 

Neben diesen städtebaulichen Bezügen überzeugte das Material aber vor allem aufgrund seiner hohen Qualität und den geringen Unterhaltungskosten: „Die massiven Klinkerfassaden ermöglichen nicht nur eine dauerhafte und solide Bausubstanz, sie sorgen auch für eine hervorragende Schall- und Wärmeisolation“, erklärt Projektarchitektin Ines Mächler. Zum Einsatz kam schließlich der Röben Keramik-Klinker YUKON im Normalformat, der mit seiner extrem geringen Wasseraufnahme von 1,5 Prozent höchste Dauerhaftigkeit bietet. Mit seinen fein abgestimmten Grau-Nuancierungen entsprach der im harmonischen Läuferverband vermauerte und anschließend hell verfugte YUKON-Klinker außerdem genau den ästhetischen Vorstellungen der Architekten. Ein gelungenes Detail sind dabei die straßenseitig leicht aus der Fassade vorstehenden Geschossbänder, die eine Strukturierung der großen Klinkerflächen ermöglichen.

 

Aufgrund des Halbstein-Verbands und der umlaufenden Zierbänder mit integrierten Fensterbänken war es erforderlich, die Fassade Stein für Stein zu planen. In enger Abstimmung mit dem Röben-PlanungsService kamen dabei auch Läuferstürze in verschiedenen Ausführungen zum Einsatz. Ebenso wurden die umlaufenden Zierbänder und Fensterbankrollschichten aus Ziegelfertigteilen hergestellt. Den Abschluss der Mauerkronen bildet ein Band aus 80 cm tiefen Mauerwerksabdeckungen, passend zum darunter liegenden Mauerwerk ebenfalls aus YUKON-Klinkern mit schlagregendichtem Betonkern vorgefertigt.

 

Planung: Germann & Achermann AG, Altdorf (CH)

Fotos: Cornelia Suhan



Keramik-Klinker Yukon granit LDF

YUKON NF

granit
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