Klinkerriemchen
TOULOUSE
beige, carbon
Klinkerriemchen
TOULOUSE
beige
Klinkerriemchen
TOULOUSE
grau, carbon
Klinkerriemchen
TOULOUSE
rot-bunt
Klinkerriemchen
TOULOUSE
schwarz-nuanciert
Klinkerriemchen
WESTERWALD
bunt, carbon

Urbane Mikroapartments - Berswordt-Quartier in Dortmund

Foto © Röben/Cornelia Suhan

Das in Stadionnähe gelegene Dortmunder „Berswordt-Quartier“ bietet Mikroapartments und Mietwohnungen für Pendler, Studenten und Professoren und überzeugt dabei durch eine abwechslungsreiche Klinkerarchitektur. In enger Zusammenarbeit zwischen Bauherr und Röben wurde daher in zahlreichen Versuchen, Bemusterungen und Anpassungen im Prozess des BRICK-DESIGN© eine Reihe spezieller Objektsortierung in unterschiedlichen Farben entwickelt.

Das Wohnen in der Stadt ist in den vergangenen Jahren immer teurer geworden. Kein Wunder deshalb, dass kostengünstige Mikroapartments immer beliebter werden. Eine gelungene Umsetzung dazu bietet das im Dortmunder Kreuzviertel soeben bezogene, nach einem alten Dortmunder Adelsgeschlechts benannte „Berswordt-Quartier“. Der unweit von Fachhochschule, Messegelände und BVB-Stadion gelegene Klinkerbau stellt 365 komplett möblierte Mikroapartments für Pendler, Studenten und Professoren sowie zusätzlich 222 hochwertige Mietwohnungen bereit. Die Mikroapartments bieten Wohnflächen zwischen 22 und 49 Quadratmetern, die Mietwohnungen sind zwischen 45 und 125 Quadratmetern groß. Komplettiert wird das Raumprogramm durch Gewerbeflächen sowie durch eine Tiefgarage mit 200 Stellplätzen.

 

Investor des größten innerstädtischen Wohnungsbauprojektes in Dortmund ist die Hamburger Revitalis Real Estate AG in Kooperation mit dem Kölner Multi Family Office Dereco. Die architektonische Planung erfolgte durch das Hamburger Büro MPP Meding Plan + Projekt GmbH. Um auf der 10.900 Quadratmeter großen Grundstücksfläche die vorgesehene Wohnfläche von insgesamt rund 26.600 Quadratmetern zu integrieren, entwickelten die Planer eine überwiegend siebengeschossige Blockrandbebauung, die sich mit einem annähernd dreiecksförmigen Grundriss dem Verlauf der angrenzenden Straßen anpasst. Im Innenhof befinden sich Mietergärten sowie ein Kinderspielplatz.

 

Nach Norden und Osten stößt der Neubau auf zwei großformatige Hotelbauten mit roten bzw. weißen Klinkerfassaden, nach Süden schließt die Geschäftsstelle von Borussia Dortmund als schmaler, grau verklinkerter Riegel an: „Um zwischen den verschiedenen Bauten zu vermitteln, haben wir uns dazu entschieden, die Gebäudemasse durch eine differenzierte Materialwahl sowie durch markante Rücksprünge in den oberen Bereichen zu untergliedern“, beschreibt Architekt Jan-Oliver Meding das Konzept seines Büros. „Jedes Haus ist damit als Einzelbaukörper ablesbar und hat seine eigene Identität. Trotz der Größe des Vorhabens gelingt so eine gute Integration in die angrenzende Bestandsbebauung.“

 

Eine wichtige Rolle für das Konzept spielte die Ausbildung der Außenhülle als WDVS-Fassade mit Klinkerriemchen; zur Ausführung kam ein alsecco-System: „Die Wahl von Backstein als Fassadenmaterial ist das Ergebnis einer intensiven Zusammenarbeit mit dem Gestaltungsbeirat der Stadt“, berichtet Jan-Oliver Meding. „Sie greift nicht nur die umliegende Bebauung auf, sondern spiegelt auch die Industrie- und Baukultur der Stadt wieder.“

 

Der Bauherr beabsichtigte, Klinkerriemchen unterschiedlicher Farben für die Fassaden der einzelnen Gebäude zu verwenden. Gleichzeitig hatte die Stadt Dortmund vorgegeben, dass sich die Farbe des Eckgebäudes der Neubauten am schwarzen Gebäude der nahen BVB-Zentrale orientieren sollte. In enger Zusammenarbeit zwischen Bauherr, Klinkerzentrale und Röben wurde daher in zahlreichen Versuchen, Bemusterungen und Anpassungen im Prozess des BRICK-DESIGN© eine spezielle Objektsortierung mit den Farben BERSWORDT schwarz (Haus 1), BERSWORDT rot (Haus 2+7), BERSWORDT beige (Haus 3+6), BERSWORDT grau (Haus 4+8) BERSWORDT Berswordt torf (Haus 5+9+10) entwickelt. Diese Sortierungen gingen später als Serie TOULOUSE im Röben Klinkerriemchen Programm auf.

 

Sämtliche Klinkerriemchen wurden im Normalformat geliefert. Die Wahl der unterschiedlichen Farbtöne sowie die Ausbildung des Mauerwerks im Wilden Verband mit entsprechend abgestimmten hellen bzw. dunklen Fugen betont dabei den lebendigen Eindruck. Zusätzlich aufgelockert wird das Fassadenbild durch teilweise abgesetzte Putzfaschen in Kombination mit kleinteiligen Putzbereichen sowie durch die Verwendung von Riemchen in den unterschiedlichen Dicken 14 und 25 Millimeter: Es entsteht ein Akzentmauerwerk, so dass durch die erhabenen Läuferreihen ein entsprechender Schattenwurf erzeugt wird. Im Zusammenspiel mit der abwechslungsreich gestaffelten Gebäudekubatur ist ein Gesamtbild entstanden, das deutlich positiv auf das Umfeld ausstrahlt.

 

Planung: MPP MEDING PLAN + PROJEKT GmbH, Hamburg